Die große Wiki-Welt: Wissen im Web - Freie
Lexika sind der neue Trend im Internet
- E-MEDIA: User machen die freien Online-Enzyklopädien
- Das größte Projekt Wikipedia hat schon 1,6 Mio. Artikel!
·Wikipedia gibt's noch heuer als Buch
Beiträge aus der Online-Enzyklopädie in Buchform
·MS Encarta nutzt das Wikipedia-Prinzip
User können Einträge in der Enzyklopädie ändern
·Tolles Mail-Service auf networld.at!
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So etwas nennt man durchschlagenden Erfolg: Am 6. April erschien die freie deutschsprachige Enzyklopädie "Wikipedia" auf DVD (Kaufpreis: 9,90 E), am 7. April schoss sie auf Platz 1 der Amazon-Software-Charts, und am 8. April war die Startauflage von 10.000 Exemplaren restlos vergriffen. Und das, obwohl alle Inhalte der DVD im Internet unter de.wikipe dia.org kostenlos zu haben sind.
Für "Nicht-Wikipedianer" kommt der Erfolg völlig überraschend. Schließlich wird Wikipedia nicht von Wissenschaftlern, Lexikonspezialisten und hochrangigen Wissens-Redaktionen geschrieben. Im Gegenteil: Das mittlerweile größte Lexikon der Welt wird von gewöhnlichen Internet-Usern erstellt. Hinz und Kunz statt Brockhaus und Langenscheidt!
Jeder kann mitmachen
Das Phänomen Wiki ist leicht erklärt: Wikis sind Webseiten zu bestimmten Themen, an denen jeder mitschreiben darf - Wissensseiten, Infosammlungen, Lexika. Jeder User kann - sogar ohne Anmeldung - bestehende Texte ändern und neue Artikel verfassen. Und das alles ohne spezielle Technik-Kenntnisse: Alle Seiten eines Wikis lassen sich direkt am Bildschirm ändern, einfach über den Webbrowser.
Das Projekt Wikipedia
Das einfache Konzept ist ein Grund für den Siegeszug der Wikis. Der andere: die Lust der User am Gestalten ihrer Welt. Alleine am Onlineprojekt Wikipedia, dem größten Lexikon der Welt, arbeiten weltweit Zehntausende Menschen mit. Über 1,6 Millionen Artikel (in 92 Sprachen) wurden bereits verfasst, davon 547.000 in Englisch und 225.271 in Deutsch. Zum Vergleich: Das größte Buch-Lexikon der Welt, der Brockhaus, listet knapp über 260.000 Artikel. Mit 50 Millionen Zugriffen am Tag gehört Wikipedia auch zu den meistgeklickten Seiten im Netz.
Die Administratoren
Einziges Sicherheitsnetz der Wikis: Komplette Teile, zum Beispiel alle Seiten zu einem bestimmten Thema, können nicht auf einmal gelöscht werden. Dazu bedarf es der Bewilligung eines Administrators. Administratoren sind (unbezahlte!) Wiki-Mitarbeiter, die sich innerhalb der Community durch besonders verantwortungsvollen Umgang mit der Site hervorgetan haben. Sie sind auch diejenigen, die gegen die so genannten "Vandalen" vorgehen können: Da die IP-Adresse aller Schreibenden offen protokolliert wird (bei jeder Seite unter dem Link "Autoren" einsehbar), kann jeder Störer gesperrt werden.
Das Ziel der Wikipedia-Macher ist klar: Das Wissen der Menschheit soll allen Menschen zugänglich gemacht werden. Ein unbescheidenes Ziel. Sie werden es trotzdem schaffen.
Die ganze Story finden Sie im aktuellen E-MEDIA 10/05!
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