Freitag, 13. Mai 2005

Neue Euro-Münzen prägen die Zukunft: EU-Erweiterung auch beim Geld sichtbar

  • Zeitpunkt der Einführung steht noch nicht fest
  • Neue EU-Staaten auf Landkarte nicht abgebildet

Die Finanzminister der zwölf Euro-Länder sind sich grundsätzlich einig, dass die Euro-Münzen in Reaktion auf die Erweiterung der Union neu gestaltet werden müssen, sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Finanzminister und Premier Jean-Claude Juncker.

Die Euromünzen weisen derzeit eine Vorderseite auf, die von jedem Euroland nach nationalen Wünschen gestaltet wird. Die Rückseite ist hingegen in allen Euro-Ländern einheitlich und umfasst eine Landkarte der alten Union. Die neuen EU-Staaten sind darauf nicht abgebildet.

Spätestens wenn die ersten Beitrittsländer den Euro einführen werde die gemeinsame Rückseite neu gestaltet werden müssen, sagte Juncker. Wann das sein werde könne man heute noch nicht sagen.

Einige der neuen EU-Staaten wollen aber in rund fünf Jahren die gemeinsame Währung einführen. Das könne dann auch ein "anderes Design als eine Landkarte" sein, so Juncker. Man werde dann auch gleich das Prinzip festlegen, dass neu den Euro einführende Länder auf den Münzen berücksichtigt werden müssen.

Mit der regelmäßigen Umgestaltung der Münzen kommen auch auf die vielen Sammler neue Herausforderungen zu. Schon jetzt versuchen viele Menschen einen vollständigen Satz aller Euromünzen zu sammeln. (apa/red)

13.5.2005 19:35