Die Verhandlungen sind abgeschlossen:
310 Postämter werden definitiv zugesperrt
- 2/3 werden durch Postpartner ersetzt, 111 aufgelassen
- Hauptbetroffen von Schließungen ist Niederösterreich
Die Österreichische Post AG sperrt bis Jahresmitte 310 Postämter zu. Das steht nach dem Abschluss der Verhandlungen mit den Bundesländern endgültig fest. Ursprünglich hatte die Post 357 der derzeit noch rund 1.640 Filialen schließen wollen. In 47 Fällen hat das Unternehmen in den Verhandlungen aber nachgegeben.
Diese Filialen sollen bis 2006/2007 weiter "beobachtet" werden, das geht aus entsprechenden Auflistungen der Länder hervor. Hauptbetroffen von den Schließungen ist Niederösterreich. Dort sollen nach den Verhandlungen 83 Postämter zusperren, zehn wurden "gerettet".
In Oberösterreich bleiben sechs ursprünglich zur Schließung vorgesehene Postämter offen, 73 werden geschlossen. In der Steiermark sperren statt ursprünglich geplanten 39 Postämtern nun 33 zu, in Kärnten werden es statt 40 "nur mehr" 34 sein, in Tirol 33 statt 37, in Wien sieben statt elf, in Salzburg 19 statt 23, im Burgenland 16 statt 20 und in Vorarlberg zwölf statt 15.
Durchschnittlich in knapp zwei Dritteln der Orte, die von den Schließungen betroffen sind, wird es als Ersatz Post-Partner oder Post-Servicestellen geben. Entweder übernimmt dabei ein Nahversorger oder die Gemeinde den überwiegenden Teil der Postamt-Leistungen.
In Kärnten soll es für jedes geschlossene Postamt einen solchen Ersatz geben. Auch in Niederösterreich wird für den Großteil der geschlossenen Postämter ein Ersatz eingerichtet. Weit schlechter sieht es dagegen mit Ersatzlösungen in Oberösterreich und Tirol aus.
In Summe haben sich rund 200 neue Post-Partner und -Servicestellen gefunden. Dort wo sich ein solcher Ersatz nicht gerechnet hat oder sich niemand für die Übernahme der Post-Dienste gefunden hat (das werden voraussichtlich 111 Gemeinden sein), soll der Briefträger als Landzusteller einspringen.
(apa/red)
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