Mittwoch, 11. Mai 2005

Rentenversicherung wird teurer: Höhere Prämien durch höhere Lebenserwartung

  • UNIQA-Vorstand: Erhöhungen zwischen 5 & 15 Prozent

Die steigende Lebenserwartung verteuert in Österreich im kommenden Jahr die private Rentenversicherung. Um auf eine bestimmte lebenslange Rentenleistung zu kommen, muss der Kunde künftig bei neuen Verträgen mehr Prämie zahlen oder bei gleicher Prämie eine geringere Auszahlung akzeptieren.

Die Erhöhungen dürften zwischen fünf und 15 Prozent liegen, sagte Elisabeth Stadler, Vorstand in der Raiffeisen Versicherung und der UNIQA-Personenversicherung. Die steigende Lebenserwartung führt zu einer Änderung der so genannten "Sterbetafeln", die die Kalkulationsgrundlage für die Berechnung der Rentenversicherung darstellen. Offiziell vorgestellt werden sie am Donnerstag.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) legt dann fest, ab wann die Erhöhungen gelten werden. Zuletzt waren neue "Sterbetafeln" im Jahr 1996 eingeführt worden. Von den Erhöhungen am stärksten betroffen werden vor allem jüngere Versicherungsnehmer sein. Die Schere zwischen Männern und Frauen wird laut Stadler leicht zusammen.

Keine Änderungen wird es dagegen bei so genannten Kapitallebensversicherung geben, bei denen das angesparte Geld am Ende der Laufzeit ausbezahlt wird. Theoretisch billiger werden müssten Ablebensversicherungen.

Die UNIQA-Gruppe rechnet daher für heuer noch mit deutlich höheren Verkaufszahlen bei der privaten Rentenversicherung. Da die höheren Prämien, die voraussichtlich in den ersten Monaten 2006 eingeführt werden, nur für neue Verträge gelten, dürften sich viele Kunden noch die alten Tarife bzw. Leistungen sichern.

Die Leistungskürzung bzw. die Verteuerung der Prämie werde zu höheren Abschlüssen führen, so Christian Sedlnitzky, Vorstandssprecher der zur UNIQA-Gruppe gehörenden Raiffeisen Versicherung. "Leute, die Renten wollen, werden heuer abschließen".

(apa/red)

11.5.2005 13:20