Goldtorschütze Ferdinand Feldhofer sagt: "Ich will mit Rapid Meister werden"
- Hat Steirer mit "Schultertor" Rapid den Titel gesichert?
Oberarm, Schulter, Rücken oder doch ein bisschen mit dem Kopf? So genau wusste keiner, wie Ferdinand Feldhofer Mittwochabend in der 93. Minute das Goldtor zum 1:0-Sieg von Rapid bei der Admira erzielt hatte. Dass der Steirer kommende Saison bei Wacker Tirol kickt und damit nicht in der Champions League für Rapid, ist derzeit kein Thema. Feldhofer: "Ich lebe für Rapid, Ich will mit Rapid Meister werden!"
Erstaunlicher Weise hatte praktisch niemand ein Problem mit der wohl irregulären Latenight-Show des Steirers und damit, wie der "Ferdl" aus der Steiermark den Ball letztlich tatsächlich über die Linie geschupft hatte. Er sei sehr überrascht über spätere Diskussionen gewesen, gestand der ÖFB-Teamverteidiger. "Denn am Platz hat sich keiner aufgeregt, auch hinter dem Tor hat keiner was gemerkt." Als "Oberarm Gottes" möchte er aber nicht in die Geschichte eingehen. "Wenn, dann war es die linke Schulter. Es war jedenfalls keine Absicht und der Ball wäre sowieso ins Tor gegangen."
Ein so wichtiges Tor zu schießen sei jedenfalls enorm befriedigend. Aber, so Feldhofer: "Bis jetzt haben wir noch nichts erreicht. Es war ein Riesenschritt. Aber zwei fehlen noch, erst dann haben wir es geschafft. Zwei Siege noch und wir brauchen nicht mehr zu rechnen", blieb auch der Goldtorschütze fokussiert.
Feldhofer war mit Sturm bereits zwei Mal Meister, zudem Cupsieger, hat schon Champions League gespielt. "Aber damals war ich so quasi der 20. Mann, jetzt bei Rapid bin ich einer der wichtigen Stammspieler. Ich wäre also sehr stolz, auch mit Rapid Meister zu werden."
Dass er den Verein verlässt, sei momentan egal. "Ich bin bei Rapid immer gut behandelt worden. Deshalb bin ich es meinen Mitspielern, den Fans, dem Trainer, vor allem aber mir selbst schuldig. Ein Titel mit Rapid, das wäre sicher ein ganz großes Erlebnis. Ich wäre sehr stolz, mit Rapid den Titel zu holen, vor allem weil man dort schon solange darauf wartet."
Zu seinem Abgang nach Saisonende wollte sich Feldhofer derzeit nicht äußern. "Ich weiß es ja schon länger. Ich freu' mich auf meine neue Aufgabe und vielleicht schaffen wir dort ja in drei oder vier Jahren das, was jetzt hier passiert." Alles, was hingegen jetzt zähle, liege auf der Hand: "Ich bin gekommen, um mit Rapid den Titel zu holen!" (apa)
