Tschechien im WM-Viertelfinale gegen die USA: Die Revanche für 2004 soll gelingen!
- Kein Respekt von russischem Team vor den Finnen
- Nash gegen Satan: Kanada muss gegen Slowakei ran
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Die Zeit der Qualifikations-Pflicht, von Spielen gegen "kleinere" Eishockey-Nationen, die im Schongang absolviert werden, ist vorbei. Ab heute, wenn in Wien und Innsbruck die WM-Viertelfinali über die Bühne gehen, lautet das Motto: Verlieren verboten, sonst ist der Traum von WM-Gold nach 60 Minuten ausgeträumt. Einen Traum, den mit Ausnahme der Schweiz (gegen Schweden) wohl noch alle sieben Teams träumen. Kanada trifft ebenfalls in Innsbruck auf die Slowakei, Russland bekommt es in Wien mit Finnland, die USA mit Tschechien zu tun.
Wien erlebt damit die brisante Neuauflage des Viertelfinal-Duells von Prag 2004, als sich die Tschechen erst nach Penalty-Schießen 2:3 geschlagen geben und vorzeitig aus dem Heim-Turnier verabschieden mussten. Mehr als die Hälfte des aktuellen tschechischen Teams war damals dabei und brennt auf Revanche: "Im Vorjahr waren die USA bei unserer Heim-WM die Guillotine, heuer können wir den Spieß umdrehen", freut sich Goalie Tomas Vokoun auf den Schlager.
Sein Teamkollege Jan Hlavac, Sturmpartner von Superstar Jaromir Jagr bei den New York Rangers, bläst ins gleiche Horn: "Ein Sieg gegen die USA wäre eine Wiedergutmachung für die bitteren Momente in Prag". Das Aufeinandertreffen der beiden NHL-Starensembles verspricht ein Eishockey-Spektakel. Den tschechischen Angriffswaffen Jagr, Sykora, Straka und Co. stehen die nicht minder torgefährlichen US-Stars Modano, Weight oder Knuble gegenüber. Tschechiens Teamchef Vladimir Ruzicka kann nach dessen Gehirnerschütterung wieder auf Stürmer Hemsky (Edmonton Oilers) zurückgreifen.
Russland will im Nachbarschafts-Duell mit Finnland dem ersten WM-Titel seit 1993 einen weiteren Schritt näher kommen. Detroit Red Wings-Angreifer Pawel Datsjuk, mit zwei WM-Toren und drei Assists neben Ilja Kowaltschuk in den Gruppenspielen auffälligster Russe, zeigte sich vom Gegner nicht sonderlich gut informiert: "Ich weiß nur, dass Finnland in Finnland liegt. Wir haben mit Platz eins unsere Aufgabe erfüllt." Auch sein Trainer Wladimir Krikunow erstarrt nicht gerade in Ehrfurcht: "Ich habe nur ihr Spiel gegen Lettland gesehen und mir gedacht, dass es nicht die Finnen sind, die ich von früher kenne. Sie spielen jetzt ein ganz anderes System"
Kanadas Coach: "Wir erwarten einen Sieg"
Rekordweltmeister Kanada trifft mit der Slowakei auf den bisher letzten Weltmeister, der kein Ahornblatt auf der Brust getragen hatte. 2002 fügten die Slowaken den Kanadiern im Viertelfinale mit 3:2 deren bis dato letzte Niederlage in K.o.-Spielen zu. "Sie sind gefährlich, vor allem in der Offensive haben sie einmalige Qualität", weiß Kanada-Coach Marc Habscheid, der nach wenig überzeugender Zwischenrunde seine Linien etwas umstellte. "Wir dürfen Leute wie Palffy, (Marian) Hossa oder Gaborik nicht zur Entfaltung kommen lassen".
Denn Habscheids Vorgabe ist klar: "Wir erwarten einen Sieg." Nur so ließe sich der angestrebte Titel-Hattrick, den zuletzt Tschechien zwischen 1999 und 2001 vollbracht hatte, realisieren. Während die Slowakei mit Vladimir Orszagh (Kreuzbandriss) einen NHL-Spieler vorgeben muss, lastet viel Druck auf Kanadas Einser-Sturm um die WM-Topscorer Rick Nash und Joe Thornton (je 11 Punkte). "Um die Slowaken zu schlagen, brauchen wir aber mehr als diese eine starke Linie", erklärte Center Kris Draper. "Wir müssen uns steigern, denn für diese großen Spiele sind wir hierher gekommen. Jetzt geht es um alles." (apa)
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