Ski alpin: FIS diskutiert über eine Kombi-Weltcup-Wertung ab der Saison 2006/2007
- Anreiz für kleine Nationen & Spezialisierung stoppen
- Renndirektor Hujara: "Es ist Zeit für neue Ideen"
Ab der Saison 2006/2007 könnte es im alpinen Ski-Weltcup auch um eine Kombinations-"Kristallkugel" gehen. Mit der Einführung der neuen Trophäe will der Internationale Skiverband (FIS) einen zusätzlichen Anreiz für kleine Nationen bieten und den Trend weg von der Spezialisierung der Athleten führen.
"Es ist Zeit für neue Ideen", erklärte FIS-Herren-Renndirektor Günther Hujara nach der FIS-Konferenz in Amsterdam, bei der das Thema zur Sprache gekommen ist. Abgesegnet werden könnte die Idee noch im Mai bei der FIS-Vorstandssitzung in München.
"Dadurch könnte es für eine große Zahl von kleinen Nationen mehr Möglichkeiten zur Teilnahme am Weltcup geben", sagte der Deutsche. Die Kombinations-Wertungen - bestehend aus Abfahrt und Slalom - haben im Weltcup eine lange Tradition und zählen für die Weltcup-Gesamtwertungen, eine spezielle Kombi-Wertung hat es jedoch seit Weltcup-Einführung noch nicht gegeben.
In der vergangenen Saison hat die FIS mit Erfolg eine neue Art von Kombination ausprobiert, die so genannte "Super-Kombi", die aus einer verkürzten Abfahrt und nur einem Slalom-Durchgang besteht. Gemäß dem provisorischen Weltcup-Kalender wird diesmal beim Saisonfinale Ende März 2006 im schwedischen Are erstmals im Weltcup der Teambewerb ausgefahren. 2010 soll der Bewerb, der bei der WM 2005 in Bormio Premiere feierte, dann laut Hujara auch olympisch sein. (apa)
