Gerüchte um Top-Terrorist: Mussab al Zarkawi wurde angeblich im Irak verwundet
- Extremistenführer soll in Spital behandelt worden sein
- Plus: Vertreter des Außenministeriums stirbt bei Attentat
Laut einem Zeitungsbericht ist der von den USA gesuchte Extremistenführer Abu Mussab al Zarkawi im Irak verwundet worden. In der vergangenen Woche sei der Jordanier in einem Krankenhaus in der westirakischen Stadt Ramadi behandelt worden, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf einen irakischen Reporter, der mit dem behandelnden Arzt gesprochen habe.
Als Zarkawi am vergangenen Mittwoch in das Krankenhaus kam, habe er stark geblutet. Der Arzt habe den Patienten nach eigenen Angaben von Fotos gekannt, die er im Fernsehen gesehen hatte. Die "Sunday Times" berichtete weiter, die Angaben des Arztes seien von einem ranghohen Anführer der Aufständischen, der sich in Ramadi aufhielt, bestätigt worden.
Der Arzt wollte dem Bericht zufolge nichts über die Art der Verwundung sagen. Nach der Behandlung habe er den Patienten angewiesen, weiter im Krankenhaus zu bleiben und ihm mitgeteilt, dass er sich registrieren lassen müsse. Darauf sei dieser "sehr nervös und unruhig" geworden und habe gesagt, er werde nicht bleiben. Seine Begleiter hätten höflich gefragt, ob sie eine Liste der notwendigen Medikamente erhalten könnten.
Dann sei die Gruppe wieder verschwunden. Der Mediziner sei inzwischen von der US-Armee verhört worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Bewohner von Ramadi. US-Truppen waren in den vergangenen Tagen in einer groß angelegten Militäraktion im Westen des Irak gegen Anhänger von Zarkawi vorgegangen.
(apa/red)
