Samstag, 14. Mai 2005

Blutvergießen im Irak: Vertreter des Außenministeriums stirbt bei Attentat

  • US-Streitkräfte beenden Offensive an syrischer Grenze

Ein hochrangiger Vertreter des irakischen Außenministeriums ist nach Polizeiangaben in Bagdad bei einem Attentat ums Leben gekommen. Unbekannte hätten Yassim al-Muhammadaui, den für die Verwaltung zuständigen Generaldirektor im Ministerium, vor seiner Wohnung im Westen der Hauptstadt erschossen, sagte ein Polizeisprecher. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.

Seit Verkündung der neuen irakischen Regierung am 28. April haben Aufständische die Häufigkeit ihrer Anschläge in dem Golfstaat deutlich erhöht. Allein seitdem wurden mehr als 400 Menschen getötet.

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ihre Offensive im Nordirak erfolgreich beendet. Bei dem siebentägigen Einsatz entlang der syrischen Grenze sei ein Zufluchtsgebiet der Aufständischen erfolgreich "neutralisiert" worden, hieß es in einer in Bagdad veröffentlichten Erklärung. Mehr als 125 feindliche Kämpfer seien getötet worden. 39 Personen von "geheimdienstlichen Interesse" seien festgenommen worden.

Bei der "Operation Matador" seien neun US-Marineinfanteristen getötet und 40 verwundet worden, hieß es weiter. Schmugglerrouten durch die Wüstenregion seien unterbrochen worden. (apa/red)

14.5.2005 22:37