Neue Gespräche zu Atomstreit: Südkorea macht Nordkorea "substanzielles" Angebot
- Einzelheiten des neuen Vorschlags noch nicht bekannt
Südkorea hat bei Gesprächen mit Nordkorea einen neuen Vorstoß zur Wiederaufnahme der stockenden Sechs-Länder-Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm unternommen. Er habe der nordkoreanischen Seite ein "substanzielles" Angebot versprochen, falls das kommunistische Nachbarland wieder an den Verhandlungstisch zurückkehre, sagte der stellvertretende Vereinigungsminister Rhee Bong Jon.
Einzelheiten des neuen Vorschlags wurden zunächst nicht bekannt. Die nordkoreanische Delegation sei nicht auf den Atomstreit eingegangen, habe aber "aufmerksam" dem südkoreanischen Vorschlag zugehört, hieß es. Auch schlug Südkorea am Montag neue Ministergespräche mit Nordkorea und neue Begegnungen von getrennt lebenden Familienmitgliedern vor. Vertreter beider Länder hatten zuvor erstmals nach zehnmonatiger Unterbrechung des innerkoreanischen Dialogs wieder Gespräche zur Verbesserung der Beziehungen geführt. Das Treffen soll an diesem Dienstag in der nordkoreanischen Stadt Kaesong fortgesetzt werden.
Zuvor hatten die USA Nordkorea am Sonntag mit neuen Strafmaßnahmen gedroht, diese aber nicht konkretisiert. Ein Nukleartest des kommunistischen Landes wäre ein ernsthafter Akt der Missachtung, der zum Handeln zwingen würde, sagte der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley dem Sender CNN.
Die Sechs-Parteien-Gespräche, an denen neben Nordkorea und den USA auch Südkorea, Japan, China und Russland beteiligt sind, liegen seit fast einem Jahr auf Eis. Nordkorea hatte im Februar erstmals erklärt, Atomwaffen zu besitzen. Vor wenigen Tagen hatte das kommunistische Regime einen Ausbau seines Atom-Arsenals angekündigt. (apa)
