Sonntag, 15. Mai 2005

Staatsvertrag: Kardinal Schönborn
erbittet den Heiligen Geist für Österreich

  • Schönborn verweist auf gemeinsame Geburtsstunde
  • Plus: Alle Infos zum Fest rund um 50 Jahre Staatsvertrag

Kardinal Christoph Schönborn hat beim Festgottesdienst im Stephansdom zum Staatsvertrags-Jubiläum den Heiligen Geist "für unser geliebtes Österreich" erbeten. In seiner Predigt verwies er darauf, dass es kein Zufall sein könne, dass der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrags und das Pfingstfest zusammentreffen. Das Pfingstfest sei die "Geburtsstunde der Kirche", und der 15. Mai gleichsam die Geburtsstunde Österreichs mit seiner völligen Freiheit.

Die "Botschaft" des Tages sei, so der Kardinal, "dass der Heilige Geist Gottes uns Not tut". Gottes Geist schaffe Gemeinschaft und Friede. Das sei das "Geburtstagsgeschenk Gottes" zum Staatsvertrags-Jubiläum.

Der Wiener Erzbischof erinnerte auch an die "schmerzhaften Erfahrungen" in der Beziehung zwischen Kirche und Staat während der Ersten Republik. Heute gelte der Satz von der "freien Kirche in einem freien Staat". Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat sei geprägt von gegenseitigen Respekt, von Zusammenarbeit und von Unabhängigkeit.

An dem Pfingsthochamt zum Staatsvertrags-Jubiläum nahmen auch zahlreiche Vertreter des offiziellen Österreich teil, u.a. Nationalratspräsident Andreas Khol (V), Vizekanzler Hubert Gorbach und Justizministerin Karin Miklautsch (beide B), die ÖVP-Minister Karl-Heinz Grasser, Elisabeth Gehrer, Maria Rauch-Kallat und Martin Bartenstein sowie die Landeshauptleute Waltraud Klasnic, Josef Pühringer und Herwig van Staa.

(apa)

15.5.2005 10:18