Österreichs größtes Computer-Cluster: Uni Graz vereint die Kraft von 290 Prozessoren
- Ein Rechnergigant aus 145 Servern für die Forschung
- Cluster sind extrem stark und trotzdem noch flexibel
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Aus 145 Servern besteht der zurzeit größte Computer-Cluster Österreichs, den die Universität Graz dieser Tage in Betrieb nimmt. Die geballte Leistung des Rechengiganten soll vor allem der naturwissenschaftlichen Fakultät zu Gute kommen: Unter anderem will man quanten-chemische Berechnungen und mathematische Simulationen durchführen, hieß es von Seiten der Universität Graz.
Ein Computer-Cluster, wörtlich "Computer-Haufen", entsteht, wenn man eine große Menge von Computern zu einer Einheit zusammenschließt und ihre Kraft bündelt. Das Grazer Cluster-Konzept besteht aus drei Servern, und drei Netzwerken. Die Rechenleistung kommt in naturwissenschaftlichen Forschungsbereichen zum Einsatz, vor allem für Modellrechnungen, Visualisierungen und molekulare Analysen. Auch das künftige Zentrum für molekulare Biowissenschaften und die neue Studienrichtung "Computational Sciences" werden den Cluster nützen.
Kraft von 290 Prozessoren
Das österreichische IT-Unternehmen ACP installierte 145 Sun-Server unter Linux. Jeder Server enthält zwei 64-Bit-Prozessoren und 4 Gigabyte Hauptspeicher. Die Kraft der 290 Prozessoren summiert sich zu einer gewaltigen Rechenleistung. Die Zwischenergebnisse könne im Storage-System mit 5 Terabyte Plattenspeicher abgelegt werden. Die Universität unterteilt die Anlage in drei unabhängige Einzelcluster mit 17, 48 und 80 Servern. In jedem Cluster gibt es einen "Master", der die Arbeit auf die anderen Computer aufteilt.
Extrem stark und trotzdem flexibel
Dietmar Taurer, Geschäftsführer voon ACP Graz, unterstreicht die Vorteile dieser Konstruktion: "Ein solcher Cluster ist extrem stark, aber trotzdem flexibel. Er lässt sich beliebig unterteilen, ist ausfallsicher und benützt Standard-Komponenten, was ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ermöglicht". "Ein Cluster ist für uns die beste Form des High-Performance-Computing, er bietet große Flexibilität und eignet sich besonders gut für unsere wissenschaftlichen Anwendungen", erklärt Friedrich Zimmermann, Vizerektor der Universität Graz. (apa/red)
