NEWS über die Zukunft von Herbersteins Tierpark: Kampf bis zum letzten Vieh
- Zahlt das Land keine Subventionen, droht der Ultimo
- Tierpark droht im steirischen Wahlkampf unterzugehen

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Ein eisiger Sommer könnte das werden für Gräfin Andrea Herberstein, 51, die doch stets für Gelingen stand, für Erfolg und gesellschaftlichen Glanz als Lebenspartnerin der Lichtgestalt Thomas Hampson. Jetzt, plötzlich, sieht sie ihr Lebenswerk bedroht: Der Tierpark um den Familienansitz Schloss Herberstein in der Steiermark ist in ernstlicher Gefahr, geschlossen zu werden.
Denn, so Herberstein: Die steirische Landesregierung will schon im Jahr 1999 zugesagte Subventionen in der Höhe von neun Millionen Euro nicht überweisen: "Wenn das Land nicht bald eine Lösung findet, werden wir den Tierpark noch im Juli schließen."
200.000 Besucher
Innerhalb von drei Jahrzehnten machte die Gräfin die Herberstein OEG (im Eigentum ihrer Kinder Maximilian, 28, Catherine, 29, und Felicitas, 27) zum touristischen Vorzeigebetrieb der wirtschaftlichen Krisenregion Oststeiermark. Schloss, historischer Garten und Tierpark brachten jährlich über 200.000 Gäste in die sonst wenig attraktive Gegend.
2004 richtete sie für den bedeutenden österreichischen Bildhauer Bruno Gironcoli ein Museum ein, das sie zu gleichen Teilen mit Bund und Land finanzierte. Jetzt aber wird es ernst - und Folgendes hat sich zuge-tragen:
Politikum
Da aber wird die Causa zum Politikum: Die Partei-Kapos Franz Voves (SP) und Leopold Schöggl (FP) legen in allen Regierungssitzungen ihr Veto ein.
Zuletzt am vergangenen Montag, dem 25. April: Herberstein habe in den vergangenen zwanzig Jahren 6,35 Mio. Euro lukriert, hieß es. Das sei mehr als gräflich. "Die waren aber für ganz andere Projekte wie Landesausstellung und Schlossrenovierung", argumentiert die Gräfin. Doch darum geht es nicht mehr: In der Steiermark stehen Herbstwahlen bevor, und was immer der angeschlagenen Landesmutter schadet, ist willkommen. (NEWS Nr. 17/2005)
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