Neuerlicher Streik bei Italiens Fluglinie Alitalia: 170 Maschinen blieben am Boden
- Maßnahme gegen geplanten Abbau von 1.000 Jobs
- Auch auf französischen Flughäfen wird gestreikt

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Italiens Fluglinie Alitalie war am Dienstag erneut für einige Stunden lahm gelegt. Die Flugbegleiter protestierten gegen die geplante Streichung von 1.000 Jobs. Die italienische Fluggesellschaft musste fast 170 Flüge absagen, darunter auch 76 Auslandsverbindungen. Verbindungen nach Österreich waren nicht betroffen. Die Beschäftigten protestierten gegen einen Sanierungsplan für die finanziell angeschlagene Alitalia.
Der Streik sorgte für Unmut vor allem unter ausländischen Touristen, die über den Streik nicht informiert waren. Derartige Aktionen sind bei der Alitalia häufig. Die Fluggesellschaft kämpft seit Monaten um ihre Zukunft. Die angeschlagene Linie will mehrere tausend Stellen streichen und ihr Kapital um 1,2 Mrd. Euro aufstocken, um wieder in die Gewinnzone zu gelangen.
Eisenbahner-Streik abgesagt
Der für Mittwoch und Donnerstag angekündigte Eisenbahnerstreik in Italien ist hingegen abgesagt worden. Das teilte ein Sprecher der ÖBB am Dienstagnachmittag mit. Der internationale Zugverkehr von Österreich nach Italien werde damit planmäßig über die Bühne gehen.
Nach Angaben der dpa haben die italienischen Gewerkschaften am Dienstag beschlossen, dass der 24-stündige Ausstand nun am 12. und 13. Mai stattfindet. An diesem Freitag streiken die Bediensteten im Nahverkehr für vier Stunden. Dann wird ein Großteil der Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen nicht fahren.
Auch in Frankreich wurde gestreikt
Im Rahmen einer europaweiten Mobilisierung der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) aus Protest gegen die EU-Richtlinien zur Liberalisierung des Luftverkehrs fand am Dienstag auch in Frankreich an den bedeutendsten Flughäfen Arbeitsniederlegungen statt. Betroffen waren die Airports von Paris, Marseille, Toulouse und Bordeaux.
Am Pariser Flughafen von Orly fand ebenfalls ein Streik der Angestellten von Air France statt. Sie protestierten gegen die Entlassung eines Angestellten des Bodenpersonals, der für den tödlichen Unfall einer Hostess mitverantwortlich gemacht wurde. Die Hostess war im vergangenen Februar von einer Linienmaschine in die Tiefe gestürzt, weil die mobile Treppe zu früh entfernt worden war. (apa/red)
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