Montag, 18. April 2005

EU sagt ja: ÖVAG erhält von Kommission grünes Licht zu Investkredit-Übernahme

  • Übernahmeplan gebilligt, Weg für weitere Schritte frei
  • Vorstand betont: ÖVAG strebt eine Totalübernahme

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat am Montag eine wichtige Etappe für die Übernahme der börsenotierten Investkredit Bank genommen. Aus Brüssel gibt es jetzt Grünes Licht. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat keinen Einwand dagegen, dass die ÖVAG die alleinige Kontrolle über die Investkredit bekommt.

Vorbehaltlich des (nun vorliegenden) Grünen Lichts der EU-Wettbewerbsbehörde hält die ÖVAG bereits seit Anfang Februar 45,5 Prozent an der Investkredit.

Das Okay aus Brüssel umfasst nach Angaben eines Kommissionssprechers sowohl den ersten Paketkauf als auch den Plan, im öffentlichen Offert alle Aktien zu kaufen, die die Bank zu kaufen vorhabe.

Nun ist der Weg frei für weitere Schritte, also auch das angekündigte Pflichtangebot: Denn sobald das Grüne Licht aus Brüssel da sei, werde das seit März laufende bisher freiwillige Übernahmeoffert für alle restlichen Aktien in ein Pflichtoffert umgewandelt, hatte die ÖVAG mehrfach betont. Bis Anfang Juni ist Angebotsfrist.

Totalübernahme geplant
Die ÖVAG strebt eine Totalübernahme an. "Natürlich ist die Integration bei 75 Prozent oder sogar hundert Prozent einfacher und ertragreicher als wenn wir bei 45 Prozent bleiben", hatte der ÖVAG-Vorstand kürzlich betont.

Eine Totalübernahme hängt freilich davon ab, unter welchen Umständen die großen Mitaktionäre Bank Austria und Raiffeisen Investkredit-Aktien abgeben. Mit Bank Austria Creditanstalt (28,1 Prozent) und Raiffeisen Zentralbank (18,3 Prozent) wollte der ÖVAG-Vorstand in den nächsten Wochen und Monaten jedenfalls ausführlich verhandeln. Der Streubesitz am Investkredit-Kapital hingegen ist mittlerweile "relativ dünn".

(apa)

18.4.2005 13:11