Dienstag, 19. April 2005

Berater und Weltmeister Beckenbauer: "Salzburg ist ein schlafender Riese"

  • "Kaiser" gab offenbar Ausschlag für Mateschitz-Einstieg
  • Peter Assion ab sofort nicht mehr in Salzburg tätig

Deutschlands Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, beim SV Salzburg Freund und Berater von Red-Bull-Investor Dietrich Mateschitz, glaubt an den Startschuss einer erfolgreichen Ära in der Mozartstadt. "Salzburg ist ein schlafender Riese. Die Mannschaft hat Potenzial, hinzu kommt der positive Einfluss durch die bevorstehende Heim-EM 2008", erklärte Beckenbauer am Dienstag im Salzburger Red-Bull-Hangar-7.

Auf die Frage, warum der deutsche Weltmeister 1974 (Spieler) und 1990 (Teamchef) bei den Salzburgern die Beraterrolle übernommen hat, meinte Beckenbauer: "Weil ich den Eindruck hatte, dass Dietrich Mateschitz ohne mein Mitwirken das Projekt fallen gelassen hätte. Und das wäre gegenüber der gesamten Region unmoralisch gewesen."

Beckenbauer, u.a. auch Bayern-München-Präsident und heißer Kandidat für das UEFA-Präsidentenamt, weiß aber, dass zunächst der Klassenerhalt oberste Priorität genießen muss. "Erst einmal muss der Super-GAU, also der Abstieg, verhindert werden."

Sportdirektor Assion ab sofort nicht mehr bei Salzburgern
Alles neu also bei den Salzburgern. Auch die Tatsache, dass Peter Assion, der seit Sommer 2003 als Manager, Sportdirektor bzw. Trainer fungierte, ab sofort nicht mehr für den Verein arbeitet. Als Co-Trainer von Kurt Jara, der mit Saisonstart 2005/2006 übernimmt, wird neben Manfred Linzmaier auch der frühere Italien (Como)- und Deutschland (Duisburg)-Legionär Dieter Mirnegg fungieren.

Dazu wird Kurt Wiebach, der zur Zeit für Red Bull die Situation beim Tabellen-Neunten analysiert, in Zukunft die wirtschaftlichen Geschicke in Salzburg leiten. Der Posten des Jugendkoordinators (Heimo Pfeifenberger?) wird erst neu besetzt.

Bereits am Dienstag sind erste Namen im Umfeld von "Salzburg neu" aufgetaucht, im Gespräch sollen Namen wie Alexander Manninger, Jürgen Macho und Andreas Ibertsberger sein. Gesucht sind laut Red Bull "besondere Typen, entsprechend der Philosophie". (apa)

19.4.2005 16:21