Wettskandal: Hausdurchsuchungen bei zwei Spielern von Schwarz-Weiß Bregenz
- Ermittler waren bei Almir Tolja und Vladmimir Vuk
- "Nichts vorzuwerfen": Torhüter will Aussage machen
Der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent hat am Freitag einen Bericht einer Tageszeitung bestätigt, wonach in dieser Woche auch bei Vladimir Vuk, Verteidiger beim österreichischen Fußball-Bundesligisten SW Bregenz, eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Im Zuge der Ermittlungen um eine mögliche Verstrickung von SW-Spielern in den deutschen Wettskandal haben Kriminalbeamten bereits am Donnerstag vergangener Wochen das Haus von SW Bregenz-Torhüter Almir Tolja inspiziert.
Im Mittelpunkt der Hausdurchsuchungen seien mögliche Verbindungen zu den mutmaßlichen Drahtziehern des Wettskandals in Deutschland gestanden, sagte Marent. "Sei es in finanzieller oder schriftlicher Art", so der Vorarlberger Sicherheitsdirektor. Die festgestellten Materialien seien derzeit bei der Auswertung, weitere Hausdurchsuchungen seien im Moment nicht geplant, sagte Marent. "Außer die Staatsanwaltschaft gibt den Auftrag dazu", ergänzte der Sicherheitsdirektor. Sowohl Tolja als auch Vuk hätten sich bei den Hausdurchsuchungen nicht geäußert.
Nach der Hausdurchsuchung bei Almir Tolja hatte der Bregenzer Rechtsanwalt Nicolas Stieger die Bereitschaft des verdächtigten Spielers unterstrichen, eine Aussage zu machen. "Dazu sind wir bereit, wir haben uns nichts vorzuwerfen", hatte Stieger gegenüber der APA gesagt. Allerdings wolle er vorher Einsicht in den Ermittlungsakt nehmen, um zu wissen, welche konkreten Vorwürfe geäußert werden, so Stieger. Der Rechtsanwalt geht davon aus, dass eine Akteneinsicht in der kommenden Woche gewährt wird. "Danach wird es eine Einvernahme geben, und dann werden wir auch aussagen", so Stieger. (apa)
