Wo bleiben die Mitglieder des BZÖ?- In Niederösterreich nur 30-50 Anhänger!
- Vorarlberg liegt derzeit bei 150 Anmeldungen
- 500 Interessenten in Österreichs Bundeshauptstadt
Das am Sonntag offiziell gegründete BZÖ hat in Niederösterreich vorerst "30 bis 50 Mitglieder". Es handle sich dabei um jene Personen, die in Salzburg als Delegierte waren, sagte der zum NÖ Landesbeauftragten bestellte ehemalige FP-Abg. Anton Wattaul am Montag. Es gebe darüber hinaus "durch die Bezirke des Landes Leute, die mit mir Kontakt aufnehmen".
Zu jenen, die bereits zum BZÖ übergetreten sind, zählt laut Wattaul u.a. der frühere Mandatar Robert Wenitsch, der als Bündnis-Ansprechpartner für das Weinviertel gilt. Der orangen Bewegung angeschlossen hat sich dem Landesbeauftragten zufolge auch der bisherige Bezirksobmann der Freiheitlichen in Amstetten, Dietmar Reitbauer.
"Wer aus freien Stücken der Meinung ist, beim BZÖ positiv mitzuwirken, ist herzlich eingeladen", so Wattaul. "Wir wollen in die Zukunft gehen und Probleme lösen. Dass wir mit der Vergangenheit leben müssen, ist uns bewusst."
Der Sitz der NÖ Landesgruppe des Bündnisses werde sich vorerst in der Bundesgeschäftsstelle in Wien befinden, sagte Wattaul. Eine Mitarbeiterin habe die Arbeit bereits aufgenommen. Das BZÖ setze auf "schlanke Strukturen". Der weitere "Fahrplan" werde in einer Bündnis-Sitzung am Mittwoch besprochen.
Seinen "Auftrag" sieht Wattaul vorerst darin, "Personen namhaft zu machen". Aus dem Kreis dieser Mitglieder werde dann ein niederösterreichisches BZÖ-Forum gegründet. Dass er selbst der künftige Landesobmann sei, "ist sicher nicht gesagt".
In Vorarlberg sehen die Zahlen besser aus - 150 Anmeldungen
In Vorarlberg haben sich nach Angaben des BZÖ-Beauftragten für Vorarlberg, Andreas Blum, in den vergangenen Tagen 150 Personen beim BZÖ angemeldet. Die konstituierende Sitzung des BZÖ Vorarlberg soll noch vor dem Sommer stattfinden, sagte Blum.
Unter den 150 Angemeldeten finden sich laut Blum auch prominente Persönlichkeiten, Namen wollte der BZÖ-Beauftragte aber nicht nennen. Mit der Ländle-FPÖ suche er eine solide Kommunikationsbasis. "Ich will nicht die Konfrontation, wir sollten an einem Strang ziehen", sagte Blum in einem Interview. Bei der Nationalratswahl 2006 wolle er mit der BZÖ in Vorarlberg einen Stimmenanteil von acht bis zehn Prozent erreichen. "Das ist durchaus realistisch", so Blum. Ambitionen auf die BZÖ-Obmannschaft in Vorarlberg hege er nicht. "Wir sind noch nicht so weit, dass darüber ernsthaft geredet werden kann", sagte Blum. Vorläufig beschäftige er sich mit dem Aufbau von Strukturen.
Der 42-jährige Unternehmer Blum war von 1996 bis 1999 Stadtparteiobmann der Bregenzer FPÖ und nach einem Umzug anschließend bis 2002 in der Gemeindevertretung in Wolfurt bei Bregenz aktiv. Nach eigenen Angaben verbindet ihn sowohl mit Hubert Gorbach als auch mit Jörg Haider ein "ausgezeichnetes Verhältnis".
500 Interessenten in Wien
Der Wiener Ableger des Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) kann sich nach Angaben von Klubobmann Günther Barnet über regen Zulauf freuen. "Wir haben über 500 Interessenten in Wien. Mehr als die Hälfte hat schon alles fix gemacht", sagte er am Montag auf APA-Anfrage. Im Wiener Gemeinderat haben sich acht der 21 FPÖ-Mandatare dem orangen Bündnis angeschlossen. In wie vielen Bezirken es eigene Klubs geben wird, soll diese Woche bekannt gegeben werden.
Barnet ist seit Sonntag, nicht nur Klubchef im Rathaus, sondern auch vorläufiger Landeschef des Bündnis Zukunft Wien (BZW). Bis zum Sommer soll sich diese Gruppe in einem eigenen Landeskonvent offiziell konstituieren und einen eigenen Parteichef wählen. Wer das sein könnte, ist laut Barnet noch völlig offen. Früher, nämlich noch diese Woche, soll in Gesprächen mit der Stadt Wien fixiert werden, in welchen Räumlichkeiten der BZW-Klub unterkommen wird.
150 Anmeldungen im Burgenland
Im Burgenland verzeichnet das BZÖ bereits eine Anhängerschaft von rund 150 Personen. Damit ist es zahlenmäßig vergleichbar groß wie Vorarlberg, erklärte der Sprecher des neuen "BZÖ-Bündnissprechers" und früheren FPÖ-Generalsekretärs Uwe Scheuch, Carl Ferrari-Brunnenfeld, am Montag auf Anfrage der APA.
Über prominente burgenländische Persönlichkeiten, die bisher von FPÖ zur BZÖ übergetreten sind, wollte Ferrari-Brunnenfeld aus Datenschutzgründen und vor allem hinsichtlich des drohenden Parteiausschlusses aus der FPÖ nichts verlauten lassen. "Für uns hingegen ist die Doppelmitgliedschaft kein Problem", betonte Ferrari-Brunnenfeld.
(apa/red)
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