Gorbach setzt voll auf Kooperation: Keine Zurufe von oder nach Kärnten!
- "Will Versuche, einen Keil hineinzutreiben, unterbinden"
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"profil"-Interview: Koalition schließt SP-Chef aber aus
Der neue geschäftsführende BZÖ-Obmann und Vizekanzler Hubert Gorbach setzt auf Kooperation und Zusammenarbeit, sowohl innerhalb seiner neuen Partei als auch innerhalb der Koalition. Er habe nicht vor, seinen Arbeitsstil zu verändern, sagte Gorbach im Ö1-"Morgenjournal", der in der FPÖ immer wieder wegen seines konsensualen Stils gegenüber der ÖVP kritisiert worden war.
Er werde alle Versuche, einen Keil hineinzutreiben, von vornherein unterbinden. Man werde alles gemeinsam tun, kündigte Gorbach an. Künftig werde er nicht mehr gezwungen sein, auf Funktionärsgruppen Rücksicht zu nehmen und könne rascher entscheiden.
Auch von einer positiven Zusammenarbeit mit dem neuen BZÖ-Chef und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider ist Gorbach überzeugt. Zurufe von oder nach Kärnten werde es nicht geben, sondern nur Gespräche und Meinungsaustausch. Man werde sich gut ergänzen. Er, Gorbach, werde die Kontaktstelle zur Regierungsmannschaft der ÖVP und die Schnittstelle zum freiheitlichen Parlamentsklub sein. Haider werde das BZÖ repräsentieren und bei Veranstaltungen als Motivator auftreten. Zu den Ministerratsvorbesprechungen werde Haider nicht kommen. Zur Ankündigung Haiders, er sei Kapitän, die anderen müssten die Tore schießen, ergänzt Gorbach in der "Tiroler Tageszeitung": "Ich war einmal Torschützenkönig. Ich werde diese Funktion jedenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2006 ausfüllen." (apa/red)
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