Konflikt Peking - Tokio spitzt sich zu: Japan
entschädigt chinesische Kriegsopfer nicht
- Keine Ansprüche für Folgen der biologischen Kriegsführung
- Japanisches Berufungsgericht hat entschieden
·Gespräche China - Japan enttäuschend
Machimura: "Gemeinsame Basis nicht gefunden"
·Wieder Demos in China gegen Japan
Japanisches Konsulat mit roter Farbe attackiert
Japan lehnt Entschädigungszahlungen an Chinesen ab, die im zweiten Weltkrieg Opfer der biologischen Kriegsführung während der japanischen Besatzung wurden. Das hat ein japanisches Berufungsgericht am Dienstag entschieden.
Das Gericht bestätigte damit ein Urteil des Bezirksgerichts Tokio. Dieses hatte entscheiden, dass ausländische Bürger keine direkte Entschädigung von der japanischen Regierung verlangen dürfen, weil derartige Fragen bereits in den Verträgen der Nachkriegszeit zwischen Japan und anderen Staaten geregelt worden seien.
Es wird erwartet, dass der Urteilsspruch die jüngsten Spannungen zwischen China und Japan weiter verschärfen wird. Hintergrund der Welle von Massenprotesten ist die Empörung in China über die Zulassung eines neuen japanischen Geschichtsbuchs für den Schulunterricht, in dem japanische Kriegsverbrechen verschwiegen oder verharmlost werden.
Beim Massaker von Nanking 1937 sollen etwa 300.000 Zivilisten von der japanischen Invasionsarmee massakriert und 20.000 Chinesinnen vergewaltigt worden sein. Bis zu 200.000 Chinesinnen wurden in japanischen Soldatenbordellen zur Zwangsprostitution gezwungen.(apa)
