Dienstag, 19. April 2005

Tirol in Panik um Mann aus dem Eis: Forderte der 'Ötzi-Fluch' jetzt sein 6. Opfer?

  • Wieder verstarb Forscher rund um die Gletscherleiche!
  • Reißt die Gletscherleiche seine Entdecker in den Tod?

In Zusammenhang mit dem Tod des bekannten Urkundlers und Ötzi-Forschers, Univ.-Prof. Konrad Spindler, tauchen naturgemäß wieder Spekulationen rund um den berüchtigten Fluch der 5.300 Jahre alten Gletscherleiche auf. "Mysteriös" waren etwa die Todesfälle des "Ötzi-Gerichtsmediziners" Rainer Henn oder der des Ötzifinders Helmut Simon.

Bereits fünf Personen, die in Zusammenhang mit dem "Mann aus dem Eis" gestanden waren, mussten "ihr Leben lassen":

  • Rainer Henn war im Juli 1992 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er war auf der Fahrt zu einem Vortrag über den Gletschermann gewesen.

  • Ein Bergführer, der Reinhold Messner zu der Fundstelle der Gletscherleiche begleitet hatte, war von einer Lawine verschüttet worden.

  • Jener Journalist, der die Leiche gefilmt hatte, verstarb an Krebs.

  • Der Entdecker selbst, Helmut Simon, war im vergangenen Oktober von einer Bergtour nicht mehr zurückgekehrt. Nach tagelanger Suche hatte nur noch seine Leiche geborgen werden können.

  • Ein bei der Suche nach Simon beteiligter Bergretter war nur wenige Stunden nach Simons Begräbnis an einem Herzinfarkt gestorben.

    Spindler selbst hatte sich zu Lebzeiten von dem Fluch nicht bedroht gefühlt. Für ihn sei der Mythos nur ein "Medienhype", hatte die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" im Dezember des Vorjahres berichtet. Gegenüber der Tageszeitung "Die Neue" habe er sich "gelassen" gezeigt. "Scherzhaft stellt der Ötzi-Experte eine Frage in den Raum: "Werde ich dann der Nächste sein?", berichtete das Blatt am 19. Oktober des Vorjahres.
    (apa/red)

    19.4.2005 14:36