Mordversuch in Traiskirchen: Blutiges Handgemenge unter Asylwerbern
- Armenier mit stark blutendem Bauchstich ins Spital
- Behörden vermuten Familienfehde als Motiv
In Traiskirchen (Bezirk Baden) ist es am Montag unter armenischen Asylwerbern vermutlich zu einem Mordversuch gekommen. Vor der Betreuungsstelle des Innenministeriums gab es laut Sicherheitsdirektion Niederösterreich ein Handgemenge. Beim Eintreffen der Gendarmerie flüchteten die Beteiligten mit Autos. Die Gendarmerie entdeckte dann an der Zulassungsadresse eines der Autos in Oberwaltersdorf einen schwer verletzten 22-jährigen Asylwerber. Er hatte einen stark blutenden Bauchstich erlitten.
Wo und wie es zu der Tat gekommen war, war zunächst laut Sicherheitsdirektion unklar. Das Opfer wurde mit der Rettung in das Thermenklinikum Baden transportiert. Dort wurde der Mann notoperiert. Zunächst bestand Lebensgefahr wegen einer Magen- und Arterienverletzung.
Die Behörden vermuten eine Familienfehde als Hintergrund der Tat. Angehörige des Opfers erklärten gegenüber der Exekutive, es sei am Sonntag wegen des Verletzten zu einem tätlichen Streit zwischen zwei Armeniern gekommen. Dabei habe ein 50-jährige Armenier aus Baden gedroht, er werde sich rächen und den 22-Jährigen umbringen lassen.
Tatverdächtig ist ein 23-jährige Armenier, der im Auftrag seines Vaters gehandelt haben könnte. Die beiden Verdächtigen sind noch flüchtig.(apa/red)
