Dienstag, 19. April 2005

Wahnsinnstat in Kärnten: Pensionist quälte sechs Rinder mit Messer & Stock!

  • "Warum er das getan hat, das weiß er selbst nicht"
  • Bauer erlitt Schaden von 4.000 €. Tierquäler vor Gericht

Der grausame Fall von Tierquälerei, der sich vergangene Woche im Gailtal in Kärnten ereignet hat, konnte nun von der Gendarmerie aufgeklärt werden. Als Täter wurde ein 57 Jahre alter Frühpensionist ausgeforscht.

Tierquäler von der Gendarmerie geschnappt

Utl.: 57-Jähriger misshandelte Kälber ohne Grund

Der Mann hatte am Donnerstag vergangener Woche im Stall eines 25-jährigen Landwirtes in Treßdorf bei Kirchbach (Bezirk Hermagor) Kälbern schwere Stichverletzungen im Mastdarmbereich zugefügt und die Tiere auch mit einem Stock oder Besenstiel schwer misshandelt.

Der Bauer bemerkte am Samstag, dass seine Tiere sich seltsam verhielten, nichts mehr fressen wollten und offensichtlich unter Schmerzen litten. Er verständigte den Tierarzt, der die Verletzungen feststellte. Ein Jungstier war derart schlimm zugerichtet worden, dass er geschlachtet werden musste, die fünf ebenfalls verletzten Kalbinnen wurden vom Arzt versorgt.

Der Täter stammt aus Treßdorf selbst, bei der Einvernahme am Montag legte er ein Geständnis ab. "Warum er das getan hat, das weiß er selbst nicht", sagte ein Beamter des Postens Kirchdorf gegenüber der APA. Die Verantwortung des Mannes, der geistig ein wenig minderbemittelt ist, erscheint den Gendarmen glaubwürdig.

Der Pensionist wird nun wegen Tierquälerei gerichtlich belangt. Der finanzielle Schaden für den Landwirt wird mit rund 4.000 Euro beziffert.
(apa/red)

19.4.2005 14:50