Plattform "Sanfter Bergtourismus" ge- gründet: Für Nachhaltigkeit und Ökologie
- Vor allem Sommertourismus soll angekurbelt werden

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"Sanfter Bergtourismus" - Unter diesem Namen wurde eine Plattform ins Leben gerufen, der als Gründungsmitglieder das Wirtschaftsministerium, die Bundesforste, die Österreich-Werbung und der Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) sowie als erster Partner die Seilbahnen Österreichs angehören.
Ziel ist es, so die für Tourismus zuständige Sektionschefin Elisabeth Udolf-Strobl, gemeinsam Ideen und Projekte für den Erhalt und die Weiterentwicklung der gesamten alpinen Infrastruktur zu erarbeiten und dabei vor allem auf Ökologie und Nachhaltigkeit zu achten.
Mittelfristig soll vor allem der Sommertourismus angekurbelt werden. Im Vergleich zum boomenden Wintertourismus zeigen die Nächtigungszahlen im Sommer leicht sinkende Tendenz. Das sagte Österreich-Werbung-Chef Arthur Oberascher: "Es soll dabei aber kein Massentourismus entstehen, es liegt an uns, die Besucherströme gleichmäßig zu verteilen."
Oberascher sieht die Plattform als "Lobbying-Plattform" für den Bergtourismus und Friedrich Macher, der Präsident des Verbandes der Alpinen Vereine Österreichs, erhofft sich aus diesem "Schulterschluss" mehr "Druck für die Umsetzung unserer gemeinsamen Ziele".
Druck, der sich auch auf die Landeshauptleute auswirken soll, die sich in einem Grundsatzbeschluss für eine jährliche Finanzspritze von 1,8 Millionen Euro für die alpinen Vereine geeinigt hatten. Sollte dieses Geld nicht bald fließen, müssten 20 bis 40 der derzeit noch über 500 Hütten geschlossen werden, so Macher.
Im Rahmen der Plattform sollen zudem einheitliche Hüttenprofile erarbeitet werden, um auch dem klassischen Städtetouristen klar machen zu können, was ihn auf den Bergen erwartet, so Macher. Darin sollen u.a. die Art und Weise des Zustiegs oder die genaue Infrastruktur der Hütte beschrieben sein und ob die Hütte familiengerecht ist, oder nicht. "Wir wollen dem Stadttouristen schmackhaft machen, noch drei Tage in den Bergen anzuhängen." (apa)
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