Sie sind zurück: Silikon-Brustimplantate in den USA unter Auflagen wieder zugelassen
- Neue Produkte brechen laut Experten seltener auf
- Für Verwendung gelten nun aber strenge Auflagen
Das in den USA seit 13 Jahren geltende weit gehende Verbot von Brustimplantaten aus Silikon ist am Mittwoch überraschend von der zuständigen Behörde aufgehoben worden. Für den Einsatz derartiger Implantate gelten aber strenge Auflagen. Die Firma Mentor konnte die Zulassungsbehörde FDA davon überzeugen, dass ihre Produkte inzwischen deutlicher sicherer und haltbarer als frühere Versionen sind. Erst tags zuvor war Konkurrent Inamed mit dem gleichen Versuch gescheitert.
Die neuen Silikon-Implantate brechen demnach nur noch sehr selten auf - 1,4 Prozent in den ersten drei Jahren - und halten bis zu zehn Jahre. Die FDA verband aber strenge Auflage mit der Zulassung der Silikon-Implantate. So muss Mentor weitere Forschungen durchführen und die Daten zu den Erfahrungen von Patienten offen legen.
Silokon-Implantate wurden in den USA seit 1962 verkauft. 1992 führten Beschwerden darüber, dass Implantate aufgebrochen seien und Beschwerden verursacht hätten dazu, dass die FDA den Einsatz dieser Implantate weitgehend untersagt. Ausnahmen gab es nur unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel für Brustkrebspatientinnen. Derzeit werden zumeist mit Salzwasser gefüllte Implantate verwendet.
(apa)
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