Microsoft strapaziert die Nerven der EU: US-Konzern ließ Frist einfach verstreichen
- Beantwortung von Umsetzungsfragen muss warten
- Aktuelle Querelen über ein Jahr nach der Rekordstrafe

·Kommission weist MS-Vorschläge ab
Treuhänder soll Einhaltung
der Auflagen kontrollieren
·EU-Kommission kritisiert Microsoft
Konzern setzt die Auflagen nicht ausreichend um
·Microsoft warnt vor Sicherheitslecks
Fünf als "kritisch" und drei als "wichtig" eingestuft
Der Softwaregigant Microsoft stellt die Geduld der EU-Kommission auf eine harte Probe. Die Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes verlangte von dem US-Konzern eine Stellungnahme, wie er die Auflagen, die er vor über einem Jahr von der EU erhalten hatte, umsetzen wolle. Die Frist zur Beantwortung der Fragen ließ Microsoft jetzt verstreichen.
"Die Deadline ist am 11. April verstrichen und sie haben diese nicht eingehalten," so Jonathan Todd, der Sprecher von EU-Kommissarin Kroes. Microsoft selbst sieht darin freilich keine Geduldsprobe. Eine Beantwortung stünde "unmittelbar bevor", so ein Konzernssprecher gegenüber der New York Times.
Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen der Kommission und Microsot kommt ein Jahr und ein Monat nachdem der Konzern zu einer Zahlung von 497 Millionen Euro verurteilt wurde. Außerdem sehen die Auflagen des Urteils vor, dass Microsoft der Konkurrenz Einblick in Teile seines Software-Codes gewährt und den Usern eine abgespeckte Version von Windows, die den Media Player nicht vorinstalliert hat, anbietet. (red)
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