"Enorme Aufwertung": Austria freut sich über den Red-Bull-Einstieg bei Salzburg!
- Söndergaard: "Einstieg wird neue Euphorie auslösen"
- Polster gibt Entwarnung: "Haben einige Zeit Vorsprung"
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Mateschitz im Interview:
"Ziel: In Europa mitspielen"
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Austria Wien, dank der Magna-Millionen von Mäzen Frank Stronach aktueller Finanz-Krösus der heimischen T-Mobile-Bundesliga, zeigt sich über den Einstieg von Red Bull beim Liga-Kokurrenten SV Salzburg erfreut. Der UEFA-Cup-Viertelfinalist sieht das Engagement der Firma von Dietrich Mateschitz als belebende Konkurrenz und enorme Aufwertung für den rot-weiß-roten Fußball. "Wenn in eine Liga zwei derartige Wirtschaftskapitäne einsteigen, dann bedeutet dies nach außen hin eine enorme Aufwertung", betont Austrias Sportmanager Günter Kronsteiner zu den Deals der Selfmade-Milliardäre Stronach und Mateschitz.
Austrias neuner General-Manager Toni Polster, der so wie das aktuelle Trainerduo Kronsteiner/Söndergaard Salzburg-Vergangenheit hat, hofft, dass dies erst der Anfang ist. "Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute einsteigen, denn der Fußball ist ein attraktives Produkt. Im Hinblick auf die EM 2008 und die Zeit danach ist das ein gutes Zeichen", sagt der einstige Torjäger, der seine große aktive Karriere 2000 in Salzburg beendet hatte.
"Mateschitz hat viel Erfahrung im Sport und gute Leute um sich. Ich gehe davon aus, dass sie das gut machen", prophezeit Polster, der jedoch die Vormachtstellung der Austria nicht in Gefahr sieht. "Wir haben einige Zeit Vorsprung. Ich denke, dass wir mittelfristig beweisen werden, dass wir die Nummer eins in Österreich sind."
Austria-Trainer Lars Söndergaard, bis Ende Oktober 2003 Chefcoach der Mozartstädter, beobachtet die Entwicklungen bei seinem Ex-Verein wohlwollend. "Eine Topsache für das Land Salzburg und die ganze Liga. Der Einstieg dieser weltweit bekannten Firma wird in Salzburg eine neue Euphorie auslösen und für ein volles Haus sorgen", ist der Däne überzeugt. "Die Firma Red Bull hat bereits gezeigt, dass sie im Sport Erfolg hat. Deshalb wird das auch auf der Ebene des Mannschaftssports klappen."
Die Idee, beinahe ausschließlich mit österreichischen Spielern Richtung europäische Spitze aufzubrechen, hält Söndergaard für problematisch. "Da müssten sie praktisch das gesamte Nationalteam zusammenholen - und das wird schwer. Sie müssen einen klaren Aufbau haben und die richtige Mischung finden."
Sportmanager Kronsteiner, einst sportlicher Leiter der Salzburger, hebt vor allem den Image-Gewinn für die Liga hervor. "Ein klares Zeichen, dass es sich um eine sehr seriöse Liga handelt, in der in nächster Zeit mit dementsprechender Klasse zu rechnen ist." Der Steirer glaubt auch, dass sich der Erfolg relativ rasch einstellen könnte: "Mit dem entsprechenden Kaptaleinsatz, den richtigen Leuten und den richtigen Entscheidungen ist es relativ rasch zu bewerkstelligen, dass man an der österreichischen Spitze mitspielt." Immer vorausgesetzt, die Salzburger schaffen in der laufenden Saison den Klassenerhalt. (apa)
