Bundesliga vor großem Aderlass: Stehen Sionko, Hofmann, Aufhauser vor Abschied?
- Aufhauser vor England Sprung , Hofmann zu Wolfsburg?
- Austria dementiert die Transfergerüchte um Libor Sionko
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Den Topklubs der österreichischen Bundeliga könnten in nächster Zeit schmerzhafte Verluste bevor stehen. Austrias "Mr. Europacup" Libor Sionko steht auf der Wunschliste des deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund, Österreichs "Fußballer des Jahres", Rapids Steffen Hofmann steht nun auch - neben 1860 München - unter Beobachtung von VfL Wolfsburg. Den größten Sprung auf der Karriereleiter könnte allerdings Rene Aufhauser vom GAK machen, sein Berater Frank Schreier bestätigte am Mittwoch, dass der Teamspieler kurz vor einem Wechsel auf die britische Insel stehe.
Laut Angaben Schreiers handelt es sich bei den Interessenten um die englischen Premier League-Klubs Everton, Fulham und Middlesbrough. "Das heißt, Rene würde ins sportliche Konzept passen, ist bei allen in der engeren Auswahl", erklärte Schreier, der mit Everton und Fulham bereits "positive Gespräche" geführt hatte und am Wochenende nach Middlesbrough reist.
"An der Ablösesumme sollte es nicht scheitern", versprach Schreier, der über weitere Details Stillschweigen vereinbart hatte. Aufhauser hatte sowohl bei den beiden UEFA-Cup-Spielen des GAK gegen Middlesbrough, als auch in den beiden Länderspielen gegen Wales auf internationaler Bühne überzeugt.
Vertrag Aufhausers bis 2007
Der 28-Jährige hat beim österreichischen Meister und Cupsieger allerdings noch einen bis 2007 gültigen Vertrag. Laut Sportdirektor Hannes Weninger liegt den Grazern noch von keinem der drei Klubs eine offizielle Anfrage vor. "Wir wurden noch wegen keinem einzigen unserer Spieler kontaktiert. Außer Unruhe bringt diese heiße Luft doch nichts", sagte Weninger, der von den Gesprächen in Kenntnis gesetzt wurde.
Wolfsburg will Steffen Hofmann holen
Österreichs "Fußballer des Jahres" Steffen Hofmann wird in seiner Heimat Deutschland immer mehr zum Objekt der Begierde. Laut Berichten deutscher Medien soll neben dem Zweitliga-Aufstiegsaspiranten 1860 München auch der deutsche Bundesligist VfL Wolfsburg am Rapid-Kapitän Interesse bekundet haben. "Es ist natürlich eine schöne Sache, wenn man gefragt ist", erklärte der 24-jährige Wahl-Österreicher am Mittwoch gegenüber der APA. "Im Moment ist das aber alles noch ein wenig zu früh, weil ich selbst noch mit niemandem gesprochen habe."
Hofmann kann bis Freitag hat Ausstiegsklausel ziehen
Hofmann steht beim österreichischen Rekordmeister bis 2006 unter Vertrag, verfügt jedoch mit Saisonende 2005 über eine Ausstiegsklausel. Sollte der 24-jährige Wahl-Österreicher diese Option bis Freitag wahrnehmen, könnte er Rapid im Sommer für eine fixe Ablösesumme verlassen. "Bis dahin wird aber noch keine Entscheidung fallen", erklärte der Deutsche, für den im Moment "nur Rapid zählt. Wir wollen Meister und Cupsieger werden."
Laut Hofmann rechnen die Wiener nicht mehr fix damit, ihn in der kommenden Saison halten zu können. "Die Ausstiegsklausel ist aber eine reine Absicherung, wir haben keinen Zeitdruck."
Austria dementiert Transfergerüchte um Sionko
Laut einem Bericht einer deutschen Zeitung steht Austria-Wien-Spieler Libor Sionko auf der Wunschliste des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ganz oben. Die Wiener dementieren jedoch. "Es gibt keine offizielle Anfrage von Gladbach. Außerdem ist Libor Sionko einer der wichtigsten Bestandteile unserer Mannschaft", erklärte Klub-Manager Markus Kraetschmer einen Tag vor dem UEFA-Cup-Viertelfinal-Rückspiel in Parma und schwächte ab: "Diese Zeit ist traditionell die typische Spekulationszeit."
Unter dem Titel "Dick Nimmersatt will schon wieder neue Spieler" berichtete "Bild", dass der tschechische Teamkicker und der Brasilianer Evanilson (derzeit Dortmund) die heißesten Kandidaten für einen Wechsel zum Team von Trainer Dick Advocaat sind. Sionko hat jedoch in Wien-Favoriten einen bis 2006 laufenden Vertrag (plus Option bis 2007) und wird diesen nach Ansicht der Austria auch erfüllen: "Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm noch sehr viel Freude haben werden. Außerdem glaube ich, dass es in Wien bessere Perspektiven als in Gladbach gibt", so Kraetschmer.
Nachsatz: "Um Sionko ziehen zu lassen, müsste es schon ein sehr unmoralisches Angebot geben."
(apa)
