Bundesliga bekennt sich zu ihrem Sponsor
T-Mobile: Präsidenten bastelten Vorschlag
- Bundeliga verriet keine Details zu dem Übereinkommen
- Papier geht nun an Mobilfunker, Stronach zuversichtlich
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Geht es nach der Bundesliga, dann werden der heimische Profi-Fußball und T-Mobile auch weiterhin ein "Team" bleiben. Die Präsidenten-Konferenz der Bundesliga erarbeitete am Mittwoch in der Europa-Zentrale von Magna in Oberwaltersdorf einen Vorschlag, der dem Sponsor in den nächsten Tagen unterbreitet wird. "Ich bin sehr zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass die gute Partnerschaft weitergeht", sagte Liga-Boss Stronach nach der über zweistündigen Sitzung gegenüber der APA.
Der Magna-Hausherr hat in der vorigen Wochen mit T-Mobile-Geschäftsführer Georg Pölzl ein Gespräch geführt, nachdem das Mobilfunk-Unternehmen via Medien seinen Rückzug von der Fußball-Bundesliga erwogen oder zumindest eine Reduzierung der finanziellen Unterstützung angedeutet hatte. Am Mittwoch wurden die Klubchefs von Stronach über sein Treffen mit Pölzl informiert. Man diskutierte und einigte sich letztlich auf einen Gegenvorschlag. Es scheint auf einen Kompromiss hinauszulaufen.
Auch finanzielle Faktoren besprochen?
Der Vertrag mit T-Mobile, der seit dieser Saison gültig ist und noch bis 2007/08 läuft, soll den Vereinen pro Jahr rund 3,5 Mio. Euro einbringen. Ob der neue Vorschlag auch finanzielle Faktoren enthält, darüber wollte seitens der Bundesliga niemand Auskunft geben. Stronach meinte nur: "Über finanzielle Dinge sprechen wir nie." Es soll auch nicht um angeblich gesunkene Werbewerte gehen, die der Transfer der TV-Rechte vom ORF zu Premiere/ATVplus gebracht habe.
Obwohl draußen kaltes und regnerisches Wetter herrschte, blicken Stronach und seine Kollegen frohgemut der Zukunft entgegen. Er hoffe jedenfalls nicht, dass es zu einem Ausstieg von T-Mobile kommen werde. Es gehe viel mehr darum, wie man Fußball besser gestalten und vermarkten könne. "In bestehenden Verträgen können sich immer Lücken oder geänderte Situationen auftun. Wichtig ist, dass man darüber konstruktiv spricht", erklärte der Austro-Kanadier.
Stronach rechnet mit Einigung in den nächsten Tagen
Dass eine etwaige Kompromisslösung nicht einseitig sein könne, darüber ist er sich natürlich auch im Klaren. "Es müssen beide Partner damit leben und planen können." Stronach rechnet damit, dass noch in den nächsten Tage in der Causa eine Einigung erzielt werde und damit die Zusammenarbeit weiter gepflegt werden könne. Mit diesem "Finale" wurde Georg Pangl betraut, der Bundesliga-Vorstand hat sich eine umgehende Lösung für die kommenden Tage zum Ziel gesetzt.
Für den Burgenländer geht es nicht um das liebe Geld. "Und für mich stellt sich auch nicht die Frage des Ausstiegs von T-Mobile, es handelt sich um eine Adaptierung des Vertrages, nicht mehr und nicht weniger", erklärte Pangl nach der Sitzung, in der die Eingaben der Präsidenten-Konferenz gegen Sturm-Macher Hannes Kartnig bzw. von Rapid gegen Stronach vor dem Ethik-Komitee laut Pangl keine Themen waren.
(apa)
