Fußball: Die Wiener Austria präsentierte sich vor dem Parma-Rückspiel in Topform
- Sportdirektor Kronsteiner: "Clever, ruhig, professionell"
- Söndergaard tritt gegen "Degradierungs"-Gerüchte auf
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Die Wiener Austria hat sich am Sonntag bei der Generalprobe für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen den FC Parma in Topform präsentiert. "Wir waren clever, ruhig, professionell", analysierte Sport-Manager Günter Kronsteiner das sichere 3:0 auf dem Innsbrucker Tivoli neu. Kronsteiners "Co" Lars Söndergaard wehrt sich unterdessen gegen Fußball-Gerüchte rund um eine mögliche Versetzung mit Saisonende in den Amateur- oder Nachwuchs-Bereich der Violetten.
"Ich bin ein Trainer für die erste Mannschaft. Wir bringen gute Leistungen und Ergebnisse, ich sehe keinerlei Grund für solche Gespräche", meinte der Däne. Austrias Big Boss Frank Stronach hatte am Sonntag berichtet, dass der Vertrag mit Kronsteiner verlängert werde, die Zukunft Söndergaards beim UEFA-Cup-Viertelfinalisten sei hingegen noch offen.
Der stets gelassene Söndergaard reagierte auf diese Diskussionen genauso gelassen wie auf die zuletzt laut gewordene Kritik an den Liga-Darbietungen der Wiener. "Wir sind es längst gewohnt mit Kritik umzugehen. Wir haben nicht das erste Mal bewiesen, dass wir besser sind als die Kritiker behaupten."
Rushfeldt mit Schulterprellung - Einsatz nicht in Gefahr
Als klassische Generalprobe für das Donnerstag-Spiel in Italien wollte Kronsteiner das Match in Tirol nicht sehen - dafür sei die Meisterschaft viel zu wichtig. "Wir sind ganz normal und motiviert an die Sache heran gegangen. Wir haben eine gute Auswärtsleistung gezeigt, das war aber kein Test für Parma", so der Steirer, dessen Team vier Auswärtsspiele in Folge nicht verloren hat.
Jetzt gilt das Hauptaugenmerk dem Viertelfinal-Rückspiel am Donnerstag in Italien. "Ab sofort konzentrieren wir uns voll auf Parma. Wir werden alles versuchen, um den Aufstieg zu schaffen", so Söndergaard, dem die Formkurve der Austria Mut gibt.
Austria-Wien-Torjäger Sigurd Rushfeldt laboriert nach dem Tirol-Spiel an einer Prellung des Schulter-Eckgelenks, der Einsatz des Norwegers im UEFA-Cup-Schlager am Donnerstag in Parma ist jedoch nicht in Gefahr. Rushfeldt musste das Montag-Training auslassen und ließ sich von Klubarzt Alexander Kmen untersuchen.
Vom grippekranken Quartett Libor Sionko, Didier Dheedene, Michael Wagner und Fernando Troyansky gab es drei Tage vor dem Match in Italien positive Nachrichten. Wagner und Dheedene trainierten am Montag bereits wieder mit, Sionko wird am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Troyansky ist hingegen so wie Radoslaw Gilewicz (eingeklemmter Nerv) weiterhin fraglich.
Tschertschessow: "Keine Trotzreaktion nach dem 0:1"
Wacker-Trainer Stanislaw Tschertschessow war mit seiner Mannschaft im Gegensatz zum "Hinspiel" vor einer Woche in Wien (0:1) völlig chancenlos. "In Wien waren wir sehr gut, deswegen war ich sehr überrascht, dass wir diesmal so unsicher waren. Von meiner Seite gibt es keine große Kritik an der Mannschaft, mich hat nur gestört, dass es nach dem 0:1 keine echte Trotzreaktion gegeben hat." Tschertschessow erkannte die Überlegenheit der Austrianer aber neidlos an: "Seit ich Wacker-Trainer bin, war es das erste Spiel, in dem wir wirklich unterlegen waren. Das Resultat geht voll in Ordnung."
(apa)
