Letzter Schliff für die WM: Team mit zehn Neuen in zweite Hälfte der Vorbereitung
- 25 Mann-Kader für das Trainingslager in Innsbruck
- Selbstvertrauen dank knapper Niederlage in Znaim
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Kurz vor Beginn der Heim-WM von 30. April bis 15 Mai in Wien und Innsbruck begann für die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft der finale Countdown. ÖEHV-Teamchef Herbert Pöck nominierte für die zweite Hälfte der Vorbereitung zehn neue Spieler in seinen erweiterten 25 Mann-Kader. Fünf Spieler vom neuen Meister Vienna Capitals, vier Mann vom unterlegenen Finalisten KAC sowie Finnland-Legionär Oliver Setzinger (HPK Hämeenlinna) verstärken die Mannschaft, die sich am Donnerstag mit einer knappen 4:5-Niederlage gegen Tschechien viel Selbstvertrauen geholt hat.
Nach dem 0:7 vom Dienstag haben die jungen Österreicher im zweiten Spiel gegen Tschechien ausgezeichnet mitgehalten. Da war nicht mehr so viel zu sehen vom zu erwartenden großen Unterschied zwischen dem mit 21 NHL-Spielern angetretenen WM-Mitfavoriten, dessen Mannschaft einen Wert von geschätzten 50 Millionen Euro hat, und der ersatzgeschwächten ÖEHV-Auswahl mit rund 500.000 Euro Marktwert.
"Im ersten Spiel haben sie Katz und Maus mit uns gespielt, das war frustrierend. Aber die Spieler haben sich bei der Nase genommen, es war ein Spiel auf Biegen und Brechen", erklärte Pöck. Für Chris Harand eine Frage des Respekts. "Für einige Spieler war es die erste Partie auf so einem Niveau. Da war der Respekt vor jedem einzelnen Namen, wir haben nur zugeschaut. Wir haben gesehen, dass wir uns was trauen müssen, damit wir nicht abgeschossen werden", meinte der Stürmer.
WM-Kader ziemlich komplett
Für die letzten drei Heim-Tests in den WM-Spielstätten (Donnerstag/19:15 und Freitag/18:30 in Innsbruck gegen Slowenien, 27. April/19:15 in Wien gegen die Schweiz) hat Pöck nun den WM-Kader ziemlich komplett. Noch nicht dabei sind vorerst Verteidiger Andre Lakos und Stürmer Matthias Trattnig, die mit ihrem AHL-Klub Syracuse Crunch am Sonntag ihr letztes Saisonspiel bestreiten und voraussichtlich schon gegen Slowenien zum Team stoßen. Verteidiger-Routinier Emanuel Vivieros (KAC) ist wegen einer familiären Angelegenheit nach Kanada gereist, wird aber ebenfalls in Innsbruck dabei sein.
Bei Claus Dalpiaz wurde ein Muskelriss im Oberschenkel festgestellt, der Keeper fällt damit für die WM aus. An seiner Stelle wurde Jürgen Penker (Salzburg) als dritter Torhüter nominiert. Mit Manuel Latusa (Vienna Capitals) ist zudem ein Stürmer wegen eines Muskelfaserrisses ebenso bei der Heim-Weltmeisterschaft nicht einsatzfähig. Schon zuvor mussten Einser-Torhüter Reinhard Divis und die Stürmer Christoph Brandner, Philipp Lukas und Mark Szücs verletzungsbedingt absagen.
Vanek und Pöck erreichen AHL-Playoff
Voraussichtlich muss Pöck auch auf zwei weitere Leistungsträger verzichten. Thomas Vanek (mit Rochester Americans) und sein Sohn Thomas Pöck (mit Hartford Wolf Pack) haben das AHL-Playoff erreicht, sollten sie mit ihren Klubs auch die erste Runde überstehen, müssen sie die Heim-WM abschreiben. Zwei Plätze werden für die beiden US-Legionäre allerdings frei gehalten. Bis zum Beginn der Zwischenrunde besteht die Möglichkeit, zu den 23 Mann zwei zusätzliche Spieler zu nennen.
Vorerst gilt es aber für die verfügbaren Spieler, sich für den letzten Cut (7 Verteidiger, 13 Stürmer) zu qualifizieren. Vor allem in der Verteidigung hat Pöck durch die Einbürgerungen von Stewart und Hala nun mehr Möglichkeiten. "In Innsbruck kommt der erste Feinschliff. Die Spieler kennen jetzt seit zwei Jahren das System, Tempo und Präzision werden erhöht", erklärte Pöck.
Die Torhüter Bernd Brückler, Patrick Machreich und Jürgen Penker werden sich heuer, im Unterschied zum Vorjahr, als Divis die klare Nummer eins war und alle WM-Spiele bestritten hat, voraussichtlich abwechseln. Pöck: "Ein Torhüter kann dem Druck kaum standhalten."
(apa)
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