Wettskandal in Deutschland: Hoyzer will sich nicht DFB-Gerichtsbarkeit entziehen
- Skandal-Referee hat Funktion als Schiedsrichter zurück gelegt
Der deutsche Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer will sich laut seines Anwalts Thomas Hermes nicht der Gerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entziehen. Dies erklärte der Jurist am Mittwoch am Rande der Berufungsverhandlung zum Zweitligaspiel MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth (1:0) vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt. Dort sagte Hoyzer zum ersten Mal öffentlich vor dem Verband aus.
Hoyzer war am 31. März bei Hertha BSC Berlin in seiner Funktion als Schiedsrichter ausgetreten. Ihm wurde vorgeworfen, sich dadurch der DFB-Gerichtsbarkeit zu entziehen. Vier Tage nach der Aufdeckung des Skandals am 26. Jänner hatte der Berliner über seine Anwälte zunächst erklären lassen, er werde nicht aus seinem Verein austreten.
In der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main äußerte sich der Hauptbeschuldigte im Wettskandal nur zum von ihm geleiteten Zweitligaspiel. Vor und nach seiner Vernehmung gab er keine weitere öffentliche Erklärung ab. Hoyzer sei bei der Verhandlung erschienen, um seiner Aufklärungspflicht nachzukommen, und nicht um öffentliche Erklärungen abzugeben, erklärte Hermes. Der Hoyzer-Anwalt geht davon aus, dass sein Mandat vor einem ordentlichen Gericht eine Bewährungsstrafe erhält.
Zu dem verhandelten Spiel erklärte Hoyzer erneut, dass er nichts hätte unternehmen müssen, um es zu manipulieren. (apa/red)
