Beim 2. Anlauf ging's besser: Eishockey-Nationalteam holt gegen Tschechien ein 4:5
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Das stark ersatzgeschwächte österreichische Eishockey-Nationalteam hat am Donnerstag in Znaim zwar auch das zweite WM-Testspiel gegen den vierfachen Weltmeister Tschechien verloren, sich aber mit einem überraschenden 4:5 (1:1,2:3,1:1) mehr als teuer verkauft. Nur 48 Stunden nach der bitteren 0:7-Abfuhr in Breclav agierte das ohne die Liga-Finalisten sowie die Legionäre Setzinger, Andre Lakos und Trattnig angetretene ÖEHV-Team wesentlich respektloser und aggressiver als im ersten Aufeinandertreffen. Der gebürtige Tscheche Hala (2), Christoph Harand und Unterluggauer erzielten die Tore der Österreicher.
Das ÖEHV-Team begann das erste Drittel mit viel mehr Selbstvertrauen als im ersten Spiel, sah sich aber dennoch sofort mit großem Druck und schnellem Kombinationsspiel der Gastgeber konfrontiert. Claus Dalpiaz (Innsbruck), der im Tor der Österreicher begann, hatte in den ersten Minuten gleich mehrmals Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nach jeweils einer ungenützten Powerplay-Phase auf beiden Seiten gingen die Tschechen durch Sykora (12.) in der zweiten Überzahl-Situation erstmals in Führung.
Kurz darauf folgte eine Schrecksekunde für die ÖEHV-Cracks. Dalpiaz zog sich bei einer Abwehraktion eine Adduktorenverletzung zu und musste ab der 14. Minute durch Machreich (Graz) ersetzt werden. Für einen ebenso überraschenden wie erfreulichen Abschluss des Eröffnungsdrittels sorgte aber der gebürtige Tscheche Jiri Hala (20.), der in seinem zweiten Länderspiel für Österreich auf 1:1 stellte. Im Mittelabschnitt geriet das Team von Herbert Pöck in 3:5-Unterzahl erneut in Rückstand. Anaheim-Stürmerstar Sykora (29.) bezwang den hervorragenden Machreich, der später zum besten österreichischen Spieler gewählt wurde.
In 5:3-Überzahl gelang Christoph Harand (34.) der abermalige Ausgleich, ehe Vyborny (36.) im darauf folgenden tschechischen Powerplay auf 3:2 stellte. Der stark spielende Hala (Graz 99ers) glich mit einem zweiten Tor (37.) zum 3:3 aus und versetzte die in Erwartung eines Schützenfests gekommenen 5.000 Zuschauer erneut in Erstaunen. Nur drei Minuten später rückte Zidlicky das Kräfteverhältnis mit dem 4:3 aber wieder zurecht.
Als Sykora (50.) im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Powerplay-Tor auf 5:3 erhöhte, glaubte man den Widerstandsgeist der Österreicher gebrochen. Doch weit gefehlt. Gestützt auf einen bärenstarken Machreich hielten die Pöck-Schützlinge dagegen und kamen durch Unterluggauer (58.) in Überzahl sogar noch zum 4:5-Anschlusstreffer.
Tschechien - Österreich 5:4 (1:1,3:2,1:1)
Znaim, 5.000, Sschidsrichter Peter Jonak (SVK).
Tore: Sykora (12./PP,50./PP), F. Kaberle (29./PP), Vyborny (36./PP), Zidlicky (40.) bzw. Hala (20.,37.), C. Harand (34./PP), Unterluggauer (58./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 14
Österreich: Dalpiaz (14. Machreich) - Hala, Unterluggauer; Schwitzer, Klimbacher; Mellitzer, Ulrich; F. Iberer, Gruber - P. Harand, Koch, C. Harand; P. Mössmer, Raimund Divis, Petrik; Auer, Kaspitz, Pollross; Göttfried, Martin Pewal, Tropper
Tschechien: Hnilicka - Fischer, Zidlicky; Tomas Kaberle, Kubina; Spacek, Frantisek Kaberle; Hejda, Slegr - Dvorak, Prospal, Kotalik; Straka, Ludvik, Sykora; Hlavac, Vyborny, Vrbata; Varada, Vasicek, Havlat
(apa)
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