Freitag, 15. April 2005

Motorrad-WM: Hass-Liebe Estoril soll Gibernau Revanche an Rossi bringen!

  • Rossi stellt sich auf 17-teiligen Titelkampf gegen Spanier ein
  • Red-Bull-KTM in Portugal auf ersten Saisonsieg aus

Der zweite WM-Lauf in der MotoGP-Klasse am Sonntag in Estoril hat mehr als das bloße Duell von Titelverteidiger Valentino Rossi mit Herausforderer Sete Gibernau zu bieten. Nach der Feindberührung und Gibernaus Ausritt in der letzten Kurve von Jerez ist der Spanier auf Revanche aus, hat aber zuletzt auch mit seiner seit dem Kontakt mit Rossi lädierten Schulter zu kämpfen. Die Vorzeichen sind für den Iberer aber nicht rosig, steht er in Portugal doch noch ohne Podestplatz da. Rossi ist hingegen Vierfach-Sieger.

Daher spricht viel für den fünften Sieg des Italieners in Folge, was für ihn auch ein gutes Omen für den Gewinn des fünften WM-Titels en suite wäre. Der 26-Jährige und seine Yamaha sind vor dem Gespann Gibernau-Honda aber auf der Hut. "Estoril wird ein weiterer harter Kampf, der zweite von 17. Gibernau ist heuer mein härtester Rivale. Wenn er so fährt wie in Jerez, wird er nur schwierig zu besiegen sein", betonte "Dottore" Rossi. Der Italiener glaubt jenen der beiden im Vorteil, dem schon im Training die bessere Abstimmung auf die unruhige Strecke gelingt.

Gibernau mag den Küsten-Kurs, auch wenn er sich dort erst in den vergangenen beiden Jahren mit vierten Plätzen erstmals klassiert hat. "Ich mag diese Strecke und bin dort auch immer gut gefahren, nur hat es sich noch nicht in Resultaten niedergeschlagen. Es ist eine Art Hass-Liebe." Für den Iberer kommt das zweite Saison-Rennen etwas zu früh, nur eine Woche nach Jerez. "Jetzt muss ich eben so schnell wie möglich fit werden", meinte er zu seiner Verletzung", aber ich bin zuversichtlich, dass es auf meine Leistung kaum Auswirkungen hat."

In der 125-ccm-Klasse sind die Chancen von Red-Bull-KTM auch im zweiten Teil des iberischen Doppels intakt. Nach Platz zwei von Mika Kallio in Spanien macht sich der Finne auf die Jagd nach dem italienischen Jerez-Sieger Marco Simoncelli. Der Ungar Gabor Tamacsi und der Spanier Julian Simon können auf ihre Top-Ten-Plätze vom vergangenen Wochenende ebenfalls aufbauen. Und es wäre keine Überraschung, würde die Viertelliter-Klasse wieder eine Beute von Auftakt-Sieger Daniel Pedrosa (Spanien) und seiner Honda. ATVplus überträgt am Sonntag ab 13:45 Uhr. (apa/red)

15.4.2005 13:57