Liste der EU-Kommission: Spieler aus 101 Staaten haben Anspruch auf EU-Lizenz!
- EU-Abkommen gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz
·Bundesliga 2007/08: Ergebnisse & Tabelle!
Auslosung, Tore & mehr: Infos zur aktuellen Saison
Profi-Fußballer aus 101 Staaten haben Anspruch darauf, künftig innerhalb der Europäischen Union mit einer EU-Lizenz spielen zu dürfen. Dies geht aus einer Liste hervor, die am Mittwoch von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlicht wurde. Die Spieler aus diesen 101 Staaten müssen nach einem am Vortag gesprochenen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die gleichen Rechte am Arbeitsplatz wie EU-Bürger bekommen. Insbesondere sind Beschränkungen der Häufigkeit ihrer Aufstellung in Vereinsmannschaften nicht mehr zulässig.
Dem Urteil des höchsten EU-Gerichts zufolge hatte der russische Kicker Igor Simutenkow, als er für den spanischen Verein Deportivo Tenerife spielte, Anspruch auf eine Lizenz als EU-Spieler. Diese war ihm vom spanischen Verband laut Richterspruch unrechtmäßig verweigert worden. Wegen eines 1994 geschlossenen Partnerschaftsabkommens zwischen der EU und Russland, das ausdrücklich eine Diskriminierung am Arbeitsplatz verbietet, sei es nicht erlaubt gewesen, Simutenkow als Ausländer zu behandeln und deswegen die Möglichkeit seines Einsatzes bei Vereinsspielen zu beschränken.
Die EU-Kommission hat nach Mitteilung vom Mittwoch nun festgestellt, dass es außer mit Russland auch mit 100 anderen Staaten EU-Abkommen gibt, in denen Diskriminierung am Arbeitsplatz, vor allem bei den Arbeitsbedingungen und bei der Entlohnung, ausdrücklich ausgeschlossen wird. Dabei handelt es sich um die 77 Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten), die mit der EU eng verbunden sind. Außerdem gibt es entsprechende Abkommen mit 24 anderen Ländern - von Skandinavien über Nordafrika bis hin zum Kaukasus.
Länder, deren Fußballer Anspruch auf EU-Lizenzen haben:
Norwegen, Liechtenstein, Island, Schweiz, Türkei, Algerien, Marokko,
Tunesien, San Marino, Bulgarien, Rumänien, Russland, Mazedonien,
Kroatien, Ukraine, Moldawien, Armenien, Aserbaidschan, Georgien,
Kasachstan, Kirgisien, Turkmenistan, Usbekistan, Weißrussland,
Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Antigua und Barbuda, Bahamas,
Barbados, Belize, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Cookinseln,
Demokratische Republik Kongo, Dominica, Dominikanische Republik,
Dschibuti, Cote d'Ivoire, Eritrea, Fidschi, Föderierte Staaten von
Mikronesien, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Guinea-Bissau,
Guyana, Haiti, Jamaika, Kamerun, Kap Verde, Kenia, Kiribati, Komoren,
Republik Kongo, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali,
Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mosambik, Namibia, Nauru,
Niger, Nigeria, Niue, Palau, Papua-Neuguinea, Ruanda, Salomonen,
Sambia, Samoa, Sao Tome und Principe, Senegal, Seychellen, Sierra
Leone, Simbabwe, Somalia, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent
und die Grenadinen, Sudan, Surinam, Südafrika, Swasiland, Tansania,
Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tuvalu, Uganda, Vanuatu,
Zentralafrikanische Republik
(apa/red)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
