Montag, 11. April 2005

Volleyball: Hypo Tirol bezwingt die hotVolleys und stellt in Finalserie auf 2:0

  • Meister war Cupsieger in Finale zwei klar unterlegen

Herausforderer Hypo Tirol hat am Montag einen entscheidenden Schritt zu seinem ersten Volleyball-Meistertitel gemacht. Die Innsbrucker gewannen im Wiener Budocenter das zweite Finalspiel der "best of seven"-Finalserie der Aon VolleyLeague gegen Titelverteidiger Aon hotVolleys sensationell klar 3:0 (14,28,19) und führen damit an Siegen 2:0. Die dritte Partie findet am Freitag (18:30 Uhr/live TW1) in Innsbruck statt. Im Fall eines Heimsiegs hat Cupsieger Tirol am Montag in Wien den ersten Matchball zum Double.

Die Deutlichkeit der Tiroler Überlegenheit war in dieser Form nicht zu erwarten gewesen. Die Gäste begannen überfallsartig und waren in allen Belangen besser als die hotVolleys. Auf deren Seite waren die Akteure total von der Rolle, es passierten auch Missverständnisse am Fließband. Beim Rekord-Rückstand von 6:19 war der Satz schon längst abzuschreiben, schließlich wurde es ein 14:25.

Im zweiten Durchgang sah es ebenfalls lange nach einem sicheren Tirol-Sieg aus, doch nicht zuletzt durch eine starke Service-Leistung von Sikiric kämpften sich die Gastgeber heran und erarbeiteten sich fünf Satzbälle in Serie. Der fünfte davon war dann aber der Knackpunkt in diesem Match, als Mrdja nach einem starken Sikiric-Servic die Chance zum Satzgewinn stümperhaft ausließ und Libero Heino danach auch noch einen Outball nahm. Im Anschluss daran nutzten die Tiroler ihren ersten Satzball zum 30:28.

Damit war der Widerstand der hotVolleys gebrochen, der Siegeswille der Tiroler hingegen wieder vollends da. Der erste Matchball wurde zum 25:19 verwandelt. Tirol-Coach Emanuele Zanini war rundum zufrieden: "Im ersten Satz ist uns alles aufgegangen, vom Service bis zum Block. Im zweiten Satz haben wir die schwierigen Momente überstanden, das war der Schlüssel zum Erfolg. Aber es immer noch ein langer Weg." Manager Hannes Kronthaler: "Das war eine perfekte Mannschaftsleistung, vom Block angefangen bis zur Taktik."

Bei den Verlierern herrschte schon ein bisschen Resignation, auch bei Trainer-Manager Peter Kleinmann: "Das liegt in meiner Verantwortung. Die Mannschaft passt nicht zusammen, kämpft nicht und kann unter Druck nicht ihr Potenzial abrufen. Diese Meisterschaft ist entschieden, wenn man dieses Spiel hier heute gesehen hat. Da müsste ein Zauberer her, um daran noch etwas zu ändern." (apa)

11.4.2005 22:39