Werner Schneyder sorgt in Talkshow für Aufregung: "Haider ist ein Polit-Stricher"
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Für Aufregung sorgte der aus Graz stammende Schriftsteller und Regisseur Werner Schneyder in der ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger": Der 68-Jährige bezeichnete BZÖ-Chef Jörg Haider als "Politstricher". Auch zu Wolfgang Schüssel fand Schneider wenig schmeichelhafte Worte: Dieser habe durch seine Kooperation mit Haider "die Ehre verloren".
Haider sei ursprünglich gar kein Rechter, so Schneyder. Er ist ein Stricher, ich hoffe das ist nicht klagbar", meinte der Künstler. Auf Nachfrage der Moderatorin Sandra Maischberger präzisierte er, Haider sei ein Politstricher.
Jörg Haider sei als junger hoffnungsvoller Politspund von einem Liberalen nach Kärnten geholt worden, erklärte Schneyder. Dann habe er die Idee gehabt zu putschen. Er hat gesehen, in dieser FPÖ haben die Liberalen das Sagen. Putschen kann er nur über ganz rechts. Von einer BDM-Dame und einem gebildeten Rechtsaußen habe er sich folgerichtig zu einem, so Schneyder ironisch, wirklich ordentlichen Rechten ausbilden lassen. Heute geriere er sich als junger, lässiger, flotter Landesobmann von irgendeinem Bienenzüchterverein.
In der Causa Haider hätten mittlerweile alle Beteiligten ihre Ehre verloren. Werner Schneyder: Der Schüssel hat die Ehre verloren, weil er sich mit einem ich sag jetzt das Wort nicht, wir wollen ja nicht geklagt werden eingelassen hat. Der Haider hat die Ehre verloren, weil er sozusagen seine Gesinnungsfreunde in einer unerträglichen Weise desavouiert hat. Und der Rechtsintellektuelle hat seine Ehre verloren, weil er einsehen muss, das er soundsoviele Jahre Mentor eines und jetzt gebrauche ich das Wort wieder nicht war.
(red)
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