Sie sehen Österreicher Wahl Ratzingers? Papst für 71 Prozent der Österreicher zu alt!
- 73 % trauen Benedikt XVI. große Führungsqualitäten zu
- Österreicher geben Kardinal Schönborn wenig Chancen
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73,6 Prozent der Österreicher trauen dem neuen Papst Benedikt XVI. zu, "eine sehr starke Führungspersönlichkeit für alle Katholiken zu sein". 71,2 Prozent finden es nicht gut, einen 78-Jährigen zum Oberhaupt der Katholischen Kirche gewählt zu haben. Das ergab eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstitutes Oekonsult.
Wien (APA) - Die Österreicher erwarten sich vom neuen Papst Benedikt XVI. zwar keinen Modernisierungsschub, finden jedoch die Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger zum Oberhaupt der katholischen Kirche im Großen und Ganzen "ok". Das geht aus einer Straßenbefragung hervor, die von der Meinungsforschungsagentur Oekonsult am gestrigen Dienstag und am heutigen Mittwoch bundesweit unter 337 Personen durchgeführt wurde.
Die Befragten mussten ihre Position zu den jeweiligen Fragen auf einer Skala von 1 bis 6 zwischen "trifft voll und ganz zu" und "trifft überhaupt nicht zu" einordnen. Insgesamt 77,4 Prozent bejahten die Frage, ob sie es "völlig ok" finden, dass Joseph Ratzinger der neuen Papst geworden ist. 43,9 Prozent beantworteten diese Fragestellung sogar mit "trifft voll und ganz zu" (Note 1). 77,7 Prozent finden es auch positiv, "einen Papst aus einem deutschsprachigen Land bekommen zu haben".
Insgesamt 86,9 Prozent der Befragten erwarten indes "eher keinen" bis "überhaupt keinen" Modernisierungsschub (Note 4-6) in der römisch-katholischen Kirche mit Kardinal Ratzinger als Papst. 83,1 Prozent sehen in seiner Wahl auch kein Signal der Erneuerung. Gleichzeitig trauen es 73,6 Prozent der Befragten Benedikt XVI. "eher" bis "voll" zu, eine starke Führungspersönlichkeit für alle Katholiken zu sein.
Was seine Fähigkeiten zur Eindämmung der "massiven Kirchenaustritte der vergangenen Jahre in Österreich" betrifft, zeigen sich die Befragten hingegen eher skeptisch. Insgesamt 79,8 Prozent trauen ihm das "eher nicht" bis "überhaupt nicht" zu. Auch das Alter des neuen Papstes sorgte nicht gerade für Begeisterung. Die Frage "Ich persönlich finde es gut und richtig, einen 78-Jährigen zum Papst gewählt zu haben", bejahen insgesamt 25,2 Prozent, 71,2 Prozent sagten hingegen, dies treffe "eher nicht" bis "überhaupt nicht" zu.
Über die Kürze des Konklaves zeigten sich indessen nicht nur die internationalen Medien, sondern auch die Österreicher überrascht: insgesamt 81,6 Prozent hätten nicht erwartet, dass die Papstwahl derart schnell zu einem Ergebnis kommen würde.
(apa/red)
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