Sonntag, 17. April 2005

Schnee-Chaos in Frankreich: Tausende Haushalte übers Wochenende ohne Strom

  • In betroffenen Regionen sind viele Straßen blockiert
  • Schweiz: Schneefälle legten Bahnverbindungen lahm

Heftige Schneefälle haben am Wochenende in Ostfrankreich zu Stromausfällen und starken Verkehrsbehinderungen geführt. Autobahnen und Fernstraßen sowie Bahnstrecken waren stundenlang für den Verkehr gesperrt. Am Sonntag waren 44.000 Haushalte vor allem in der Region Rhône-Alpes ohne Strom. Tags zuvor waren es sogar 60.000 Haushalte gewesen, viele davon auch westlich der Rhone. Der Energieversorger EDF erklärte, die Reparaturen liefen planmäßig, doch seien nach neuen Schneefälle erneut Leitungen zusammengebrochen.

Die Autobahnen A48 (Grenoble-Lyon) und A40 (Genf-Nantua), die Nationalstraße N202 von Digne nach Nizza und die TGV-Bahnstrecke Grenoble-Paris wurden zeitweise gesperrt. Auch der Frejus-Tunnel Richtung Italien war stundenlang dicht. Vor allem im Departement Isere brach der Verkehr großflächig zusammen. Teilweise fielen mehr als 60 Zentimeter Schnee und höher gelegene Straßen waren nur mit Schneeketten befahrbar.

Schwere Regenfälle ließen im Burgund und in der Auvergne Flüsse über die Ufer treten. Mehrere Hundert Anrainer der Flüsse Yzeron und Allier mussten aus ihren Häusern evakuiert werden.

Schnee legte Bahnverbindungen in der Ostschweiz lahm
Nach einem Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen sind am frühen Sonntagmorgen im Westen der Schweiz zahlreiche Zugverbindungen ausgefallen. Besonders betroffen waren der Bahnverkehr im Jura-Gebiet sowie nach Lausanne, teilte die Bahngesellschaft SBB mit. Die Störungen seien durch bis zu 20 Zentimeter Neuschnee verursacht worden. Auch Autofahrern machte der Schnee zu schaffen. Aus der Region Lausanne wurden mehrere Unfälle mit Blechschaden gemeldet.(apa/red)

17.4.2005 13:18