Vor Israel-Abzug aus Gaza: Wolfensohn wird Sonderbeauftragter für Nahost
- Scheidender Weltbankpräsident soll koordinieren
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Der aus dem Amt scheidende Weltbankpräsident James Wolfensohn wird Sonderbeauftragter des Nahost -Quartetts für den israelischen Abzug aus dem Gazastreifen. Der 71-Jährige solle die Zusammenarbeit zwischen Israel und Palästinensern beim bevorstehenden Abzug aus dem Gazastreifen und Teilen des Westjordanlandes koordinieren, sagte US-Außenministerin Rice am Donnerstag in Washington.
Der gebürtige Australier mit US-Staatsbürgerschaft wird nach eigenen Angaben sein Amt am 1. Juni antreten. Das Mandat ist bis zum 31. Dezember befristet. Wolfensohn sagte in einer Erklärung, er wolle Palästinensern und Israelis bei einer friedlichen Lösung helfen, die Hoffnung und Vertrauen der Menschen in der Region wieder herstelle.
Israel will nach bisherigen Planungen am 20. Juli mit der Umsiedlung von rund 8.000 jüdischen Siedlern aus dem Gazastreifen beginnen. Danach sollen die Palästinenser die Kontrolle über dieses Gebiet übernehmen. Wolfensohn soll die internationale Hilfe für den Abzug unterstützen. Nicht betroffen davon seien die militärischen Aspekte und Sicherheitsfragen.
Darüber hinaus will Wolfensohn den Palästinensern bei Reformen helfen, damit sich deren Wirtschaft nach dem israelischen Abzug erholt und wächst. Darin eingeschlossen sei auch die Hilfe bei Investitionen sowie bei den Finanzen.
Der 71-Jährige wird von Gaza aus die internationale Hilfe koordinieren. Wolfensohn war seit 1995 Weltbankpräsident. Er wird nach zwei Amtszeiten zum 1. Juni vom stellvertretenden US- Verteidigungsminister Paul Wolfowitz abgelöst. (apa)
