Mittwoch, 13. April 2005

Terror im Irak: Blutige Selbstmordan-schläge während Besuch von Rumsfeld

  • Dutzende Tote durch Explosion ums Leben gekommen
  • Berichte über starken Abbau der US-Truppen dementiert

Bei Selbstmordanschlägen in der irakischen Stadt Mossul und im nahe gelegenen Tal Afar sind zehn Zivilisten getötet worden. Fünf Iraker seien ums Leben gekommen, als eine von einem Selbstmordattentäter gezündete Autobombe in Mossul detonierte, teilte die US-Armee mit. Fünf weitere Menschen kamen bei einem ähnlichen Anschlag in Tal Afar westlich von Mossul ums Leben. Bei einem Anschlag auf eine Ölleitung nahe Kirkuk sind neun Menschen getötet und fünf schwer verletzt worden.

Zum zweiten Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein hat US- Präsident Bush amerikanischen Soldaten für ihren Einsatz im Irak gedankt. Das Ende des früheren irakischen Regimes werde einst genau so wie der Fall der Berliner Mauer als eines der größten Ereignisse der Geschichte gewürdigt werden, sagte Bush vor rund 25.000 Soldaten im texanischen Stützpunkt Fort Hood.

US-Verteidigungsminister Rumsfeld forderte bei einem unangekündigten Besuch im Irak eine schnelle Regierungsbildung. Wenn der designierte Ministerpräsident Jaafari zu lange mit der Bildung seiner Regierung warte, könne das den Demokratisierungsprozess gefährden, warnte der Minister nach Gesprächen mit der neuen politischen Führung in Bagdad.

Berichte über einen deutlichen Abbau der US-Truppen im Irak mit Beginn kommenden Jahres nannte Rumsfeld verfrüht. Am Montag hatten US -Medien berichtet, die USA wollten die Zahl ihrer Soldaten bereits Anfang nächsten Jahres von derzeit rund 140.000 um bis zu ein Viertel reduzieren. (apa)

13.4.2005 09:33