Dienstag, 12. April 2005

Indonesien: Schwerer Vulkan-Ausbruch auf Insel Sumatra bekeckt Dörfer mit Asche

  • Insel-Bewohner mussten aus ihren Häusern fliehen
  • Aktivität des Vulkans "Talang" nimmt durch Erdbeben zu

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist am Dienstag der Vulkan Talang ausgebrochen. Über dem Krater des rund 2.600 Meter hohen Bergs stand schwarzer Rauch, wie indonesische Medien meldeten. Der Vulkan habe Asche mehrere hundert Meter hoch in den Himmel gespuckt, die dann auf umliegende Dörfer geregnet sei. Die Behörden riefen die Menschen im Umkreis von einem Kilometer um den Vulkan auf, sicherheitshalber ihre Häuser zu verlassen. Über Opfer oder Schäden wurde zunächst aber nichts bekannt.

Erst am Sonntag hatte ein Erdbeben der Stärke 6,7 dieselbe Gegend im Westen der Insel erschüttert. Die Aktivität des Talang habe zugenommen, nachdem in den vergangenen Monaten eine ganze Serie von Erdstößen Sumatra heimgesucht hatte, sagte Isa Nurahmadan vom Vulkanologischen Institut in der Provinz West-Java.

Der Talang war zuletzt 1967 mit ähnlicher Heftigkeit ausgebrochen. Davor hatte es 1883 eine größere Eruption gegeben. Bei beiden Ausbrüchen sei niemand zu Schaden gekommen, sagte Nurahmadan. In dem riesigen Inselreich Indonesien gibt es rund 500 Vulkane, von denen 130 aktiv sind. 65 der Feuerberge gelten als gefährlich.
(apa/red)

12.4.2005 10:47