Brutaler Raubüberfall auf Bankfiliale in Kärnten: Komplize wartete auf Bushaltestelle
- Mann fesselt zwei Frauen & flüchtet mit dem Fahrrad
- Fahndung bisher erfolglos. Opfer wurde leicht verletzt
Bei einem Überfall auf eine Raika-Filiale in Keutschach erbeutete ein brutaler Räuber rund 40.000 Euro. Wie Oberst Hermann Klammer, Leiter der Kriminalabteilung der Gendarmerie, erklärte, hätte der Mann einen Komplizen gehabt: "Dieser hat in einem weißen Auto auf den Räuber gewartet." Die beiden flüchteten in westlicher Richtung, von ihnen fehlte vorerst jede Spur.
Der etwa 1,85 Meter große Mann hatte in der Früh vor der Bankfiliale auf die beiden Angestellten gewartet. Bevor die Frauen den Schalterraum betreten konnten, stürzte sich der bewaffnete Räuber auf eine der beiden und stieß sie zu Boden. Er zwang sie, mit ihm in die Bank zu gehen. Klammer: "Unter Anwendung von Gewalt hat er eine Angestellte gezwungen, ihm das Geld herauszugeben." Dann fesselte er die Angestellten mit Kabelbindern und Klebebändern und flüchtete mit einem Fahrrad.
Der Räuber war mit einer dunklen Jogginghose mit silbernen Seitenstreifen und einem blauen Parka bekleidet. "Sein Gesicht war mit einer schwarzen Strumpfmaske mit Sehschlitzen getarnt und er trug eine Schildkappe mit einer Micky Maus darauf", sagte Klammer. Der Mann sprach breiten Kärntner Dialekt.
Eine der Frauen konnte sich nach kurzer Zeit von ihren Fesseln befreien und löste den Alarm aus. Die Gendarmerie leitete sofort eine Alarmfahndung ein, die jedoch keinen Erfolg brachte. Man habe aber einen Zeugen ausfindig gemacht, sagte Klammer. Dieser hätte beobachtet, wie ein Mann, der der Beschreibung des Bankräubers entspricht, nahe einer Bushaltestelle in ein wartendes Auto gestiegen sei. "Der Fahrer war 40 bis 45 Jahre alt, das Auto dürfte ein Ford oder Opel mit Klagenfurter Kennzeichen sein", erklärte Klammer. Die beiden seien dann in Richtung Schiefling davongefahren.
Die beiden geschockten Bankangestellten wurden von einem Interventionsteam betreut, eine der beiden musste auch ärztlich versorgt werden, da sie bei dem Überfall verletzt worden war.
(apa/red)
