Zwei Güterzüge sind in Linz kollidiert: Entstandener Schaden in Millionen-Höhe
- Aus umgestürztem Kesselwaggon trat Heizöl aus
- Keine Verletzten - Bahnverkehr wurde umgeleitet
Zwei Güterzüge sind im Linzer Stadtteil Kleinmünchen in der Nacht auf Donnerstag seitlich zusammengestoßen. Den dadurch verursachten "massiven Sachschaden" bezifferte der Sprecher der ÖBB in Oberösterreich, Mario Brunnmayr mit mindestens 1,6 Mio. Euro. Verletzt wurde bei der Kollision, die durch menschliches Versagen ausgelöst worden sei, niemand.
Der folgenschwere Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht. Im Weichenbereich kam es in Richtung Wien zu einer so genannten Flankenfahrt: Einer der beiden Züge krachte seitlich in den anderen. Die Lokomotiven und insgesamt fünf Waggons entgleisten und kamen seitlich im Schienenbett zum Stillstand.
Bei der Kollision stürzte ein Kesselwagen um und wurde leck. Das dabei ausgelaufene Heizöl musste von der Feuerwehr aufgefangen werden. Eine Gefahr für die Umwelt habe nicht bestanden, betonte Brunnmayr.
Auf der Westbahnstrecke musste wegen der Aufräumarbeiten eine Umleitung über einen angrenzenden Verschiebebahnhof eingerichtet werden. Diese werde nach Auskunft der ÖBB voraussichtlich bis Freitagabend aufrecht sein. Es komme dadurch in beiden Richtungen zu Verzögerungen von fünf bis zehn Minuten.
(apa)
