Umfrage der Arbeiterkammer: 44 Prozent der Eltern müssen mit Schulkindern lernen
- Besonders hoch ist der Anteil in der Volksschule
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·44 % der Eltern lernen mit Kindern
Umfrage: Besonders hoch ist Anteil in der Volksschule
·Österreichs PISA- Bericht im Wortlaut
"Die Leistungen sind
wenig zufrieden stellend"
44 Prozent der Eltern müssen regelmäßig nach der Schule mit ihren Kindern lernen. Das geht aus einer im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) von Ifes durchgeführten Umfrage hervor. AK-Präsident Herbert Tumpel forderte deshalb eine grundlegende Schulreform. Derzeit schiebe die Schule Verantwortung für den Lernerfolg auf Eltern ab, kritisierte Tumpel.
Besonders oft müssen Eltern mit ihrem eigenen Wissen bei Volksschülern eingreifen, 64 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig mit den Kindern zu lernen. In der Hauptschule sind es immer noch 54 Prozent, in der AHS 43 Prozent und in den Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen 27 Prozent.
Das österreichische Schulsystem mache die Eltern "zu unfreiwilligen Nachhilfelehrern", die Schule selbst fördere zu wenig, erklärte der AK-Präsident. Nach dem schlechten Abschneiden Österreichs beim PISA-Schulvergleich sei das ein weiteres Argument für Reformen. Tumpel forderte "ein verpflichtendes, gebührenfreies Vorschuljahr", den Ausbau der Förderung in der Schule, ein Recht auf ganztägige Betreuung und die Einleitung von Maßnahmen "für eine gemeinsame Schule bis 14".
Vorbild sollten besten Länder im PISA-Schulvergleich sein. Diese würden mit vorschulischer Förderung, ganztägiger Schule und gemeinsamer Schule mindestens bis zum Alter von 12 punkten. Tumpel nannte etwa Finnland, die Niederlande oder Belgien. Dort gelinge es - im Gegensatz zu Österreich - weitgehend, die Herkunft der Schüler aus unterschiedlichen Elternhäusern auszugleichen.
(apa)
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