Donnerstag, 7. April 2005

Weniger Unfälle auf heimischen Skipisten: Anzahl wird für heuer auf 60.000 geschätzt

  • Trotzdem: Snowboarder sind immer stärker gefährdet
  • Experte empfiehlt: Nur mit Helm auf die Piste wagen

Mit einem leichten Rückgang an Pistenunfällen mit Spitalbehandlung rechnen Experten für die zu Ende gegangene Wintersaison: Laut einer Prognose des Instituts Sicher Leben sind diesmal etwa 60.000 zu erwarten. In der vorhergehenden Saison hatte es 61.200 Verletzte gegeben. Während Skifahren sicherer wird, sind Snowboarder immer stärker gefährdet.

"Skifahren wird immer sicherer, denn die Materialien sind besser und die Pisten hervorragend präpariert. Das Verletzungsrisiko sinkt also", betonte Rupert Kisser, Leiter des Instituts. Doch dieser Sicherheitsgewinn werde durch die steigende Zahl an gefahrenen Kilometern, Skitagen und Touristen kompensiert.

Vor allem Snowboarder sind immer gefährdeter. Tendenziell sinkt der Anteil der verletzten Skifahrer, der der Boarder steigt an und liegt diese Saison voraussichtlich erstmals bei 30 Prozent. "Gerade jugendliche Snowboarder schätzen sich auf Grund ihrer Kraft und Dynamik gerne als 'gute Rider' ein. Eigentlich fehlt ihnen dazu aber oft noch ein breites Bewegungsrepertoire und die erforderliche Erfahrung. Sie bringen sich daher schnell in gefährliche Situationen", weiß Kisser. Ohne Helm sollte deshalb kein Boarder - und idealerweise auch kein Skifahrer - auf der Piste unterwegs sein. (apa)

7.4.2005 11:08