Schusselige Mitarbeiter: Die Hälfte der Angestellten notiert sich die Passwörter
- Fast genauso viele vergessen irgendwann einen Code
- "Das ist so sicher wie der Schlüssel unter der Fußmatte"

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Komplexe Zeichenfolgen und regelmäßiges Ändern
Nach einer Untersuchung des US-amerikanischen Anbieters von Netzwerksicherheitslösungen SafeNet schreiben 50 Prozent aller Mitarbeiter eines Unternehmens wichtige Passwörter auf oder tauschen sie untereinander aus. 80 Prozent besitzen mehr als drei Passwörter. "Die Umfrage bestätigt, was wir von unseren Kunden hören, nämlich das Passwörter genauso sicher sind, als würde man den Hausschlüssel unter einer Fußmatte verstecken", erklärt SafNet-CEO Tony Caputo.
Laut Untersuchung nutzen die Befragten ihre Passwörter für den Zugriff auf eine zunehmende Zahl von Applikationen. 67 Prozent greifen auf fünf oder mehr und weitere 31 Prozent greifen auf neun Anwendungen zu. Bei 47 Prozent müssen die Passwörter mindestens einmal pro Jahr zurückgesetzt werden. Als Reaktion auf die wachsende Unsicherheit sieht der Security-Spezialist einen Trend zu immer komplexeren Codes mit mehr Zeichen. Von allen befragten Unternehmen haben 68 Prozent ihre Sicherheitsrichtlinien überarbeitet, indem sie entweder längere oder komplexere Passwörter verlangen als noch vor einem Jahr.
Auf Basis dieser Ergebnisse kann ein Mitarbeiter im schlimmsten Fall zehn Passwörter mit acht oder mehr Zeichen besitzen. Laut Roberta Witty, Vice President of Research beim Marktforscher Gartner, hat der durchschnittliche User etwa 15 Kennungen und Passwörter, die alle zu unterschiedlichen Zeiten ablaufen. Nach der Statistik würden in einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeiter die Hälfte, also 500 Angestellte, ihr Passwort aufschreiben und 350 ihre Codes austauschen. 47 Prozent, das sind 470 Mitarbeiter, müssten ihr Passwort mindestens einmal pro Jahr zurücksetzen. Da für das Zurücksetzen eines Codes rund 30 bis 50 Dollar anfallen, schätzt SafNet, dass Unternehmen alleine dafür mindestens 15.000 Dollar pro Jahr ausgeben. Für die Umfrage wurden weltweit etwa 2.700 Angestellte aus den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt. (pte)
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