Das letzte Gefecht
- Der erste Blick auf Star Wars III - Die Rache der Sith
- Das Ende eines Epos, das seit 1977 Kinohistorie schreibt

Wenn Obi-Wan Kenobi und sein einst hoffnungsvollster Padawan Anakin Skywalker inmitten brennend roter Lavamassen eines eruptierenden Vulkans einander als Feinde gegenüberstehen und die Lichtschwerter kreuzen, dass die Funken sprühen, ist eines gewiss: Es handelt sich um das ultimative Duell im Star Wars-Universum. Finales Drama eines ausufernden Showdowns, welcher das Schicksal der Jedi-Ritter und ihrer Todfeinde, der Sith, für die kommenden Generationen besiegeln wird.
Der Klimax jener bedrohlichen Metamorphose, welche aus dem wackeren Jedi- Schüler Anakin den röchelnden Widerling Darth Vader machte den Kinobösewicht par excellence.
Popfilmkult. Mit der Weltpremiere von Star Wars: Episode III Die Rache der Sith am 19. Mai wird jene Sci-Fi-Saga endgültig finalisiert, die wie keine andere die Popkultur auf unserem Planeten über Generationen prägte.
Es sei das Missing Link zwischen den beiden Trilogien, so der Schöpfer des schillernden Star Wars-Universums, George Lucas, mit denen die Sternenkrieger seit 1977 Kinogeschichte der Sonderklasse schrieben. Die ersten fünf Teile lukrierten 1,8 Milliarden Dollar am Box-Office.
Top-Etat. Auch das aktuelle Werk kann mit Superlativen auftrumpfen: 1.650 Menschen arbeiteten an dem Film. 65 Schauspieler und 42 Charaktere, welche im Computer generiert wurden. Die Special-Effects-Zauberer aus Lucas Werkstatt Industrial Light & Magic schufen rekordverdächtige 2.300 Special-Effects-Shots. Für jene eingangs beschriebene Schlüsselszene hat sich das Team 2001 extra nach Sizilien verfügt, um Bilder des eruptierenden Ätna einzufangen. Es gibt nicht nur ein Wiedersehen mit dem berühmten Wuschelmonster Chewbacca, nein: gleich eine ganze Armee von Wookies marschiert auf. Produzent Rick McCullum beharrt darauf, dass dies für 115 Millionen Dollar vergleichsweise billig zu haben gewesen sei.
Das Finale grande der Sternensaga entführt uns auf acht verschiedene Planeten. Zu hinlänglich bekannten Himmelskörpern wie Tatooine, Coruscant oder Naboo kommt beispielsweise Alderaan, das friedliche Zuhause von Prinzessin Leia, ein Planet, der im Original-Krieg der Sterne pulverisiert wurde.
Martialisch geht es freilich auch im aktuellen Werk zu. Daher muss das Mastermind des Sternenspektakels diesfalls auf das Prädikat Jugendfrei verzichten. Während vormals schon Achtjährige mit an Bord waren, darf die juvenile Zielgruppe diesmal erst ab zwölf am düsteren Gebaren teilhaben. Dazu der allein erziehende Vater dreier Adoptivkinder Lucas: Die Leute glauben immer, Star Wars sei völlig harmlos, obwohl bei uns eine ganze Menge Leute entzweigeschnitten und zahlreiche Arme abgerissen werden. Diesmal, so Lucas in einem US-Interview in 60 Minutes, sei der Showdown gar ein Trip in die Hölle im biblischen Sinn kein Ort für die Jüngsten also.
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