Fürst Rainier aufgebahrt: Monegassen nehmen Abschied von ihrem Monarchen
- Leichnam ist in Grimaldi-Privatkappelle untergebracht
- Freitag: Beisetzung von Rainier an der Seite seiner Frau

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Fürstentum nicht vollständig souverän
Vier Tage nach dem Tod ihres geliebten Fürsten können die Monegassen seit Sonntag persönlich Abschied von Rainier III. nehmen. Der im Alter von 81 Jahren gestorbene Regent ist bis zum Mittwoch in der barocken Saint-Jean-Baptiste-Kapelle aufgebahrt. Viele Bürger stellten sich am Sonntag trotz eines feinen Sprühregens vor dem Fürstenpalast an, um Rainier, der Monaco fast 56 Jahre lang regiert hat, ein letztes Mal zu sehen.
Nur die rechtmäßigen Einwohner des winzigen Fürstentums an der Cote d'Azur sowie Diplomaten und ausländische Persönlichkeiten dürfen dem toten Herrscher die letzte Ehre erweisen. Die Zeiten dafür sind ganz strikt geregelt. Neugierige, die auch einen Blick auf den Leichnam werfen wollen, werden abgewiesen.
Sicherheitsschleusen beim Zugang zu dem Ehrenhof des Grimaldi- Palastes auf dem fürstlichen Felsen über dem Mittelmeer gibt es dabei nicht, "denn wir kennen die Monegassen", sagte Innenminister Philippe Deslandes. Von den etwa 32.500 Einwohnern der Steueroase sind nur knapp 7.700 echte Monegassen. Die übrigen Residenten kommen aus 122 verschiedenen Staaten.
Unterdessen bereitet Monaco die Beisetzungsfeierlichkeiten für Rainier III. vor. 1.000 monegassische und französische Sicherheitsexperten und Polizisten sollen am kommenden Freitag dafür sorgen, dass sich die aus aller Welt erwarteten Gäste aus der Politik und anderen Königshäusern ungestört ihrer Trauer hingeben können.
"Zu Land, zu Wasser und in der Luft wird die Sicherheit verstärkt", erklärte Deslandes. Rund um den Palast der Grimaldi- Dynastie und auch nahe der Kathedrale wurden sämtliche Kanaldeckel zugeschweißt, um Bombenattentaten vorzubeugen. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac und Gattin Bernadette haben bereits ihr Kommen zugesagt.
Weil die Kathedrale von Monaco nur 800 Plätze bietet, wird es zwei Messen geben. Bis zu 1.500 TV-Sender können die mittägliche Beisetzungsfeier mit prominenten Gästen übertragen. Abends ist eine zweite Messe für die Monegassen geplant. Rainier wird in der Krypta der Kathedrale an der Seite von Fürstin Gracia Patricia zur letzten Ruhe gebettet. Er hatte nach ihrem tragischen Unfalltod 1982 nicht wieder geheiratet. (apa/red)
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