Nach Umfrage zu E-Card: Ärztekammer sieht Bedenken zu Einführung bestätigt
- 75 % der betroffenen Ärzte klagen über mehr Aufwand
·E-Card: Ärzte legen den Roll-out auf Eis
Einführung soll dennoch im November stattfinden
Die Wiener Ärztekammer sieht sich in ihren Bedenken rund um die Einführung der E-Card durch eine OGM-Umfrage bestätigt. Demnach kämpfen 75 Prozent der befragten Ärzte im Burgenland, die am Probebetrieb des elektronischen Krankenscheinersatzes teilnehmen, mit einem erhöhten administrativen Aufwand. Nur acht Prozent gaben einen geringeren Aufwand an, teilte die Ärztekammer am Sonntag mit.
57 Prozent der zwischen dem 23. März und 5. April befragten Ärzte gaben an, bereis technische Störungen während der Inbetriebnahme des E-Card-Systems gehabt zu haben. Und auch die Dauer für die Rückmeldung vom Hauptverband liege keinesfalls bei den angepeilten drei bis fünf Sekunden, sondern nehme teilweise bedeutend mehr Zeit in Anspruch.
Für den Wiener Ärztekammerpräsidenten Walter Dorner sind diese Zahlen "der eindeutige Beweis dafür, dass unsere massiven Bedenken bezüglich der Einführung der E-Card in Wien mehr als berechtigt waren". Vizepräsident Johannes Steinhart meinte, man bestehe weiterhin auf einen Stopp des Roll-out, bis alle "Kinderkrankheiten" beseitigt seien.
Bei den Patienten dürfte die Zufriedenheit höher sein: 90 Prozent gaben in der Umfrage an, keine Schwierigkeiten bei der Handhabe in den Ordinationen. (apa)
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